In der Formel 1 brodelt es: Die Zukunft des Vierfach-Weltmeisters Max Verstappen sorgt für Diskussionen. Jetzt gießt ein früherer Star der PS-Königsklasse zusätzlich Öl ins Feuer.
Riccardo Patrese, der sechs Grand Prix in der Formel 1 gewann, sieht klare Anzeichen für einen möglichen Abschied des Niederländers von Red Bull. Auslöser ist der Abgang von Verstappens langjährigem Renningenieur Gianpiero Lambiase. Für Patrese ist das kein Zufall, sondern ein Signal.
"Wenn Lambiase geht, bedeutet das, dass auch Max nächstes Jahr Red Bull verlässt. Er ist nicht besonders glücklich. Daher wird er wahrscheinlich am Ende dieser Saison den Schritt wagen”, sagt Patrese gegenüber "BettingLounge".
Der Italiener wird noch deutlicher und stellt die Stimmungslage des Top-Piloten in den Mittelpunkt. Für ihn ist entscheidend, ob Verstappen noch Freude am Fahren hat – und genau daran hegt er Zweifel.
"Max muss vor allem Spaß daran haben, diese Autos zu fahren. Aber es ist offensichtlich, dass es ihm überhaupt keinen Spaß macht. Er ist eine so starke Persönlichkeit, dass man ihm glaubt, wenn er sagt: 'Wenn ich keinen Spaß mehr habe, verlasse ich die Formel 1.'"
Tatsächlich hatte Verstappen zuletzt selbst mehrfach Kritik an aktuellen Entwicklungen in der Formel 1 geäußert. Vor allem die neuen technischen Regeln ab 2026 sorgen beim Niederländer für Unmut. Auch intern soll die Unzufriedenheit wachsen - sowohl sportlich als auch politisch.
Finanzielle Zwänge spielen für den Superstar keine Rolle. Ein Abschied oder Wechsel wäre also eine reine Entscheidung aus Überzeugung. "Sein Bankkonto ist so gut gefüllt, dass er für den Rest seines Lebens sehr gut leben kann. Er kann also tun, was er will", so Patrese.
Patrese denkt bereits einen Schritt weiter und stellt sogar einen kompletten Abschied aus der Formel 1 in den Raum. Verstappen habe alles erreicht, was es zu erreichen gibt, und müsse niemandem mehr etwas beweisen.
Neben einem möglichen Ausstieg werden auch Alternativen innerhalb der Formel 1 diskutiert. Teams wie Mercedes oder Ferrari gelten als mögliche Ziele, sollten sich die Kräfteverhältnisse durch das neue Reglement verschieben.
Auch ein Wechsel in andere Rennserien ist Thema. Laut Patrese könnte Verstappen vor allem Gefallen an GT-Rennen finden.
Kritik übt der Italiener auch an der technischen Entwicklung der Formel 1. Vor allem die aktuellen Hybrid-Regeln stoßen ihm sauer auf. "Man muss vom Gas gehen, um die Batterie wieder aufzuladen. Das widerspricht völlig der Philosophie eines Rennfahrers."