Die Stimmung beim Formel-1-Rennstall Aston Martin ist früh in der Saison am Tiefpunkt.
Mehrere Sekunden fährt man den Topteams pro Runde hinterher, dazu vibriert das Auto durch den Honda-Motor so stark, dass die Fahrer es kaum ein ganzes Rennen aushalten – und Sorgen um die eigene Gesundheit haben.
Erst jetzt wurde bekannt, wie Pilot Lance Stroll beim Rennwochenende in Shanghai über sein Auto schimpfte. Beim Qualifying in Shanghai platzte Stroll nach seinem frühen Aus der Kragen.
"Also, das ist der größte Haufen Scheiße, den ich in meinem verdammten Leben je gefahren bin", fluchte er gegenüber seinem Renningenieur Gary Gannon. Sein Auto sei schlicht "unfahrbar". Die Erklärung an Gannon: "Siehst Du die Snaps, die ich bekomme? Und das verdammte Reifenblockieren."
Der Wagen kämpft nicht nur mit massiven Leistungsdefiziten gegenüber der Konkurrenz, sondern auch mit extremen Vibrationen durch den Honda-Motor.
Für die Fahrer ist das eine enorme Belastung: Während des Rennens in China kursierten Aufnahmen von Fernando Alonso, der über taube Hände und Füße klagte. Die Sorge um die eigene Gesundheit fährt also mit.
Auch technisch läuft wenig zusammen. Neben dem Motor bereitet vor allem das Fahrverhalten große Probleme. Stroll sprach selbst von "verrückten" Reaktionen des Autos, plötzlichen Ausbrüchen und blockierenden Reifen.
Und ausgerechnet jetzt wartet mit Suzuka der Heim-Grand-Prix von Motorenpartner Honda. Doch auch dort ist keine schnelle Besserung zu erwarten. Honda-Ingenieur Shintaro Orihara dämpfte die Hoffnungen bereits im Vorfeld. Vor allem beim Energiemanagement hinke man den eigenen Ansprüchen klar hinterher.