Nach F1-Saisonstart

"Schmerzt mich!" Ex-Ferrari-Boss schlägt Alarm

Luca di Montezemolo glaubt nicht an den Fahrer-Titel eines Ferrari-Stars. Der ehemalige Boss trauert alten Zeiten nach.
Sport Heute
23.03.2026, 15:36
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Ferrari kommt in der noch jungen Saison nicht vom Fleck und eine Team-Legende findet deutliche Worte. Ex-Präsident Luca di Montezemolo sieht die Scuderia aktuell nicht auf Augenhöhe mit der Konkurrenz.

"Nach dem Saisonstart sieht es so aus, als hätten sie ein gutes Auto, nur eben keines, das um den Titel kämpfen kann", sagte der 77-Jährige im Gespräch mit dem "Corriere della Sera". Vor allem ein Punkt stört ihn besonders: "Am meisten schmerzt mich, dass sie es in den letzten zehn Jahren nie bis zum letzten Rennen geschafft haben, ohne noch im Kampf um die Fahrerweltmeisterschaft zu sein."

Montezemolo weiter: "In meiner Zeit haben wir elf Titel im letzten Rennen verloren. Ich erinnere mich daran wie an Schläge in die Magengrube, aber wenigstens waren wir im Rennen."

Ganz abschreiben will der langjährige Ferrari-Boss sein Team aber nicht. Noch sei Bewegung im Feld möglich: "Der Abstand ist zwar alarmierend, aber die Verfolgerteams können sich noch verbessern, und es wird längere Abstände geben. Vielleicht ist es also nicht so eindeutig, wie es scheint."

Architekt der goldenen Ära

Montezemolo gilt als einer der prägenden Figuren in der Ferrari-Historie. Bereits 1974 übernahm er die damals kriselnde Rennsportabteilung. Mit Niki Lauda führte er die Scuderia zurück an die Spitze: Fahrer-Titel 1975 und 1977 sowie drei Konstrukteurs-WM-Titel in Serie.

Auch später stellte er die Weichen für die erfolgreichste Phase der Neuzeit. Als Ferrari-Präsident holte er Jean Todt, Michael Schumacher sowie die Erfolgsstrategen Ross Brawn und Rory Byrne nach Maranello – der Beginn einer großen Formel-1-Ära.

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