"Abhängigkeit"

Gas- und Ölpreise steigen – scharfe Kritik an Regierung

Die Energiepreise steigen stark an. Die Grünen kritisieren die Regierung scharf wegen Kürzungen bei Förderungen und "Abhängigkeit".
Oberösterreich Heute
04.03.2026, 07:53
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Die Eskalation im Mittleren Osten wirkt sich auch auf Europa aus: Die Preise für Öl und Gas ziehen an. Eine Tankfüllung verteuerte sich innerhalb von wenigen Stunden um fast acht Euro, die Wirtschaft warnt vor einer neuen Teuerungswelle.

Damit rückt die Abhängigkeit von fossiler Energie erneut in den Fokus. "Was wir schon nach dem russischen Angriff auf die Ukraine gelernt haben, bestätigt sich jetzt erneut mit Blick auf den Iran: Wer bei Öl und Gas am Tropf autoritärer Regime hängt, importiert Unsicherheit", so der Landessprecher der Grünen OÖ Stefan Kaineder.

Scharfe Kritik übt er an der Bundesregierung. Sie kürze ausgerechnet jene Förderungen, die Unternehmen unabhängiger von Öl und Gas machen, und streiche Gelder, die Menschen beim Umstieg auf klimafreundliche Heizungen unterstützen. "Das ist energiepolitischer Blindflug – mitten im Sturm", betont Kaineder.

Landesrat Stefan Kaineder (Grüne) fordert Maßnahmen gegen die steigenden Energiepreise.
Land OÖ

Auch die Energiepolitik in Oberösterreich spricht er an. Gleichzeitig blockiert Schwarz-Blau in Oberösterreich seit Jahren den Ausbau der Windkraft. Während andernorts Windräder gebaut werden, wird hier verhindert. Das Ergebnis: weniger heimische Energie, mehr teure Importe, mehr Abhängigkeit.

Mit einer Anlehnung an einen bekannten österreichischen Spruch sagt Kaineder: "Kriege mögen andere führen. Du glückliches Österreich hast deinen Energiereichtum in deiner Natur. In deinen wunderschönen Flüssen, in der täglich scheinenden Sonne und im scharfen Wind, der über die Mühlviertler Hügel weht."

Seine Warnung formuliert er deutlich: "Wer heute bei Erneuerbaren bremst, verlängert die fossile Abhängigkeit von morgen. Wer Förderungen streicht, macht Haushalte und Betriebe verwundbar und gefährdet so den Wirtschaftsstandort." Zudem hält er fest: "Das ist keine Sparpolitik – das ist ein Sicherheitsrisiko."

Abschließend erklärt Kaineder: "Jeder Euro in Windkraft, Photovoltaik und saubere Wärme ist ein Euro für Standort, für unsere Sicherheit und Souveränität und für den Frieden"

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