Ein "Baron" wird für die FPÖ im Nationalrat sitzen

Norbert van Handel während einer Pressekonferenz der FPÖ im Jahr 2017.
Norbert van Handel während einer Pressekonferenz der FPÖ im Jahr 2017.Bild: Kein Anbieter/picturedesk.com
Die FPÖ präsentierte am Donnerstag in Mattsee in Salzburg ihre Bundesliste für die kommende Nationalratswahl.
Wer wird bei der FPÖ auf welchem Listenplatz landen? Der designierte Parteichef Norbert Hofer und der geschäftsführende Klubobmann Herbert Kickl präsentierten am Donnerstag gemeinsam mit Generalsekretär Harald Vilimsky und Generalsekretär Christian Hafenecker die Bundesliste der Partei für die Nationalratswahlen im Herbst.

Hofer Spitzenkandidat



Ganz oben steht natürlich Norbert Hofer. Auf dem zweiten Listenplatz wird Herbert Kickl stehen, der "für den weiteren Aufstieg der FPÖ sorgen wird".

CommentCreated with Sketch.24 Kommentar schreiben Arrow-RightCreated with Sketch. Die ersten zehn Listenplätze

Norbert Hofer

Herbert Kickl

Hubert Fuchs (ehemaliger Staatssekretär im BMF)

Petra Steger

Susanne Fürst

Hannes Amesbauer

Philipp Schrangl

Norbert van Handel

Hans Jörg Jenewein

Carmen Schimanek

"Nicht länger als eine halbe Stunde" habe es gedauert, die Bundesliste zu erstellen. Man sei bei der FPÖ gerade so einig wie noch nie, und "eine einige FPÖ ist unschlagbar", so Hofer.

Bekannte und unbekannte Namen



Der am wenigsten bekannte Name ist wohl Susanne Fürst. Sie ist Juristin und seit 2017 im Nationalrat. Hannes Amesbauer ist - und das beeindruckt Hofer sehr - gelernter Steinmetz, der später Politikwissenschaften studierte. Philipp Schrangl, Jurist, will Notar werden, sein Spezialgebiet wird das Wohnen sein.

Baron als "Überraschung"

Als eine "Überraschung" bezeichnete Norbert Hofer den Listenplatz 8, der fix in den Nationalrat einziehen werde für die FPÖ: Das ist der vielfach ausgezeichnete Hofer-Freund Norbert van Handel. Seines Zeichens Adeliger, zweifacher Schlossbesitzer und Chef des elitären St. Georgs-Ordens, in dem auch Hofer Ehrenritter ist.

Die Familiengeschichte lässt sich bis in die Habsburger-Zeit zurückverfolgen, die van Handels (Namen wurde 2001 geändert) waren ursprünglich Barone.

Der St. Georgs-Orden, mit Großmeister Karl Habsburg an der Spitze, versteht sich als christlich, europäisch, wertkonservativ, wirtschaftsliberal und den "multinationalen alt-österreichischen Staatsgedanken" unterstützend.

Kickl Nr. 1 in NÖ



Schon vorher waren etwa die Landeslisten von Niederösterreich und Wien festgelegt worden. In Niederösterreich führt Herbert Kickl die Landesliste an. Wiener Spitzenkandidatin ist Dagmar Belakowitsch, die größere Aufregung gab es hier um den jüdischen FPÖ-Abgeordneten David Lasar, der nicht mehr kandidieren wollte. (csc)

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