Die Details sind grauenerregend: Ein erst kürzlich nach Österreich gekommener Syrer soll vor wenigen Tagen in einer Wohnung unweit des Wiener Brunnenmarkts seine Frau und Mutter dreier Kinder mit etwa 30 Messerstichen getötet haben, bevor er sich im Anschluss aus dem dritten Stock in den Innenhof stürzte. Auf der Intensivstation des Wiener AKH soll der mutmaßliche Täter mittlerweile ein Geständnis abgelegt haben – er "wollte seine Ehre wiederherstellen", gab Verteidiger Manfred Arbacher-Stöger gegenüber der "Kronen Zeitung" an.
Der Fall wird nun zum Politikum, denn am Samstagabend meldete sich FPÖ-Chef Herbert Kickl zu Wort: "EISKALT hingerichtet hat ein 35-jähriger Syrer die Mutter seiner drei Kinder am Brunnenmarkt. Damit nicht genug: Jetzt muss der österreichische Steuerzahler die selbst verschuldeten Behandlungskosten des Mörders(!!) im AKH übernehmen: 9000.- Euro pro Tag, in Summe 252.000.- Euro! Was sind das für Personen, die Schwarz-Grün in unser Land lässt? Wie kommen die Österreicher dazu, mit ihrem hart verdienten Geld so einen Wahnsinn finanzieren zu müssen?", schrieb er auf Facebook.
Und: "Wie eiskalt und menschenverachtend sind diese Personen, um so zu morden und zu agieren? NEIN, das versteht niemand mehr, NEIN, das kann man nicht dulden, und NEIN, das MUSS sich ändern: SO ein Gedankengut passt ein für alle Mal NICHT in unser Land!" Die Frauensprecherin der Wiener FPÖ, Ulrike Nittmann, wiederum forderte bereits kurz nach der Tat "die Berücksichtigung eines kulturspezifischen Ansatzes bei der Bekämpfung von Femiziden". "Ich fordere SPÖ und NEOS auf, endlich tätig zu werden. Nur mit der Errichtung eines zentralen Gedenkortes gegen Femizide in Wien wird den betroffenen Frauen nicht geholfen werden können", so Nittmann.
"Das Brunnenviertel ist, neben vielen anderen Brennpunkten in Wien, ein Sinnbild der von der Wiener SPÖ zu verantwortenden Integrationspolitik. Ethnische Communitys schotten sich hier ab und leben, ohne eine Notwendigkeit sich kulturell und sozial in die Wiener Mehrheitsgesellschaft zu integrieren, weiter. Wo das hinführt, wissen wir bereits von anderen europäischen Großstädten wie Berlin-Neukölln oder Paris", hatte wiederum der Sicherheitssprecher der Wiener Volkspartei, Gemeinderat Hannes Taborsky, kritisiert. Die Wiener SPÖ und die NEOS würden "weiterhin wegschauen", so der Vorwurf.