FPÖ-Politiker tritt nach schwerer Erkrankung zurück

Markus Hein tritt aus gesundheitlichen Gründen zurück.
Markus Hein tritt aus gesundheitlichen Gründen zurück.FPÖ
Paukenschlag in der Linzer Stadtpolitik. Linz-Vize Markus Hein von der FPÖ tritt aus gesundheitlichen Gründen zurück.

FPÖ-Vizebürgermeister Markus Hein gab gestern Abend in der erweiterten Sitzung der Linzer FP-Bezirksparteileitung vor rund hundert Funktionären aus gesundheitlichen Gründen seinen Rückzug aus der Politik bekannt. Das berichtet die FPÖ in einer Aussendung.

 "Ich habe vor, noch viele Jahre mit meiner Familie zu verbringen. Deshalb ist es jetzt für mich von höchster Bedeutung, dass ich meine ganze Energie auf die rasche und vollständige Genesung meiner Hirnblutung konzentriere", so Hein.

"Besonders stolz auf Eisenbahnbrücke"

Die Entscheidung traf er in Absprache mit seinen Ärzten. "Ich war zwölf Jahre lang Kommunalpolitiker mit viel Herzblut und konnte in diesen Jahren viele Projekte für meine Heimatstadt realisieren. Besonders stolz bin ich auf die zeitgerechte Fertigstellung der Neuen Eisenbahnbrücke. Die Eröffnung dieses Jahrhundertprojektes war der Höhepunkt meiner politischen Karriere. Jetzt ist es aber Zeit, meine Gesundheit und meine Familie in meinen Lebensmittelpunkt zu stellen."

Nachfolger wird Michael Raml

Stadtrat Michael Raml wird die Linzer FPÖ in der kommenden Stadtregierung vertreten. Alle notwendigen Beschlüsse dafür werden in den zuständigen Gremien getroffen. "Ich zolle Markus Hein höchste Anerkennung für seine wertvolle Arbeit und sein einzigartiges Engagement. Ich wünsche ihm von ganzem Herzen alles Gute und danke ihm für die jahrelange enge und kameradschaftliche Zusammenarbeit", so Raml.

Nachfolger von Markus Hein (l.) wird Michael Raml (r.)
Nachfolger von Markus Hein (l.) wird Michael Raml (r.)FPÖ
"Hirnblutung eine unwirkliche Erfahrung"

Im Juni musste Hein nach einer Hirnblutung ins Spital gebracht werden, er verließ das Krankenhaus erst Ende Juni wieder (mehr hier). "Als mich vor einigen Wochen eine schwerwiegende Hirnblutung von einer Stunde auf die andere außer Gefecht setzte, war das eine unwirkliche Erfahrung. In solchen Situationen zeigt sich, wie unendlich wichtig Rückhalt durch die Familie im Leben ist. Daraus entstehen der Wille und die Kraft durchzukommen und sich zurück zu kämpfen. Deshalb habe ich heute überhaupt erst wieder die Möglichkeit, meine Tätigkeit als Infrastrukturreferent unserer Landeshauptstadt aufzunehmen", meinte Hein damals.

Danach erkrankte Hein kurz vor der Wahl auch noch an Corona. Der Verlauf war mild. "Mir geht es eigentlich sehr gut. Ich hatte nur leichtes Fieber", so Hein damals zu "Heute". Weiß er, wo er sich angesteckt hat? "Leider nicht, das kann ich nicht sagen." Zunächst sah es so aus, als könne er an der Wahl selbst gar nicht teilnehmen (wegen Quarantäne), er konnte sich aber freitesten

 Der oö. FPÖ-Chef Manfred Haimbuchner dankte Hein in einer ersten Reaktion: "Mein Dank gilt Markus Hein, der sich aus persönlichen Gründen dafür entschieden hat, das Zepter an Dr. Michael Raml zu übergeben, für seinen Einsatz und sein Engagement".

Hein habe die Landeshauptstadt Linz in seiner Funktion als Vizebürgermeister geprägt und es sei ihm gelungen, gemeinsam mit dem Infrastrukturressort des Landes Oberösterreich wichtige Verkehrslösungen in Linz umzusetzen.

"Markus Hein wird auch weiterhin der freiheitlichen Gesinnungsgemeinschaft verbunden sein, sein Entschluss aus gesundheitlichen Gründen aus der Tagespolitik in Linz einen Schritt zurück zu treten, ist verständlich und zu respektieren."

Dem Nachfolger streute er Rosen: "Mit Dr. Michael Raml, der künftig Vertreter der FPÖ im Linzer Stadtsenat sein wird, ist die FPÖ in der Landeshauptstadt gut aufgestellt und es wird die erfolgreiche Sacharbeit mit freiheitlicher Handschrift zum Wohle der Linzer Bürger seine Fortsetzung finden".

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