FPÖ-Kollegen danken Hofer für "großartige Arbeit"

 Wiens FPÖ-Landesparteiobmann Dominik Nepp
Wiens FPÖ-Landesparteiobmann Dominik NeppGEORG HOCHMUTH / APA / picturedesk.com
Norbert Hofer gab am Dienstag seinen Rücktritt als FPÖ-Chef bekannt. Einige Parteikollegen danken ihm für seine Arbeit.

Norbert Hofer legte seine Funktion als Bundesparteiobmann der FPÖ am Dienstag zurück. "Meine eigene Reise an der Spitze der FPÖ ist mit dem heutigen Tag zu Ende", gab der Ex-Parteichef in einer Stellungnahme bekannt. "Ich wünsche meiner Nachfolgerin/meinem Nachfolger in dieser Funktion viel Erfolg für die Zukunft."

Wie "Heute" erfuhr, hat die FPÖ bereits einen neuen Chef – es ist laut Statuten der an Dienstjahren Älteste. Das ist der Wiener Harald Stefan, seit 13 Jahren Abgeordneter zum Nationalrat und Obmann der FPÖ Simmering. Bis zum nächsten Parteitag leitet er die Geschicke der Partei.

"In einer äußerst schwierigen Lage übernommen"

Viele Parteikollegen danken Hofer für seine Arbeit in den letzten Jahren. "Norbert Hofer hat die Partei in einer äußerst schwierigen Lage übernommen und nun liegen wir in Umfragen tatsächlich wieder bei 20 Prozent. Er hat großartige Arbeit geleistet und die freiheitliche Bewegung mit sicherer Hand wieder konsolidiert. Seine heutige Entscheidung ist zu respektieren. Die Freiheitlichen werden in den kommenden Bundesparteigremien alle notwendigen, aus diesem Entschluss entstehenden personellen Weichenstellungen treffen", erklärt der steirische FPÖ-Landesparteiobmann Mario Kunasek in einer ersten Reaktion.

Auch der Wiener FPÖ-Landesparteiobmann, Stadtrat Dominik Nepp, respektiert den persönlichen Entschluss von Norbert Hofer, das Amt des Bundesparteiobmanns zurückzulegen. "Ich danke Norbert Hofer für seinen großartigen Einsatz als Bundesparteiobmann. Er hat sich in einer unglaublich schwierigen und herausfordernden Situation bereit erklärt, die Partei zu übernehmen und sie in den Umfragen bei 20 Prozent stabilisiert. Für diese Leistung gebührt ihm große Anerkennung. Die weiteren personellen Entscheidungen werden in den folgenden Bundesgremien der Freiheitlichen Partei getroffen", so Nepp.

Haimbuchner: "Nie den eigenen Vorteil gesucht"

Der Landesparteiobmann der FPÖ Oberösterreich Manfred Haimbuchner zeigte sich überrascht über den Rücktritt: "Ich wurde von den Ereignissen des heutigen Tages überrascht, nehme aber mit großem Verständnis zur Kenntnis, dass Norbert Hofer nach einer intensiven, arbeitsreichen und kompetitiven Zeit seine Funktion als Bundesparteiobmann zurücklegt. Er hat die Partei in den schweren Stunden nach der Ibiza-Krise auf Wunsch des gesamten Bundesparteivorstands übernommen und sie in mühevoller Arbeit und mit großem persönlichen Einsatz wieder in ruhigere Gewässer und zurück auf die Erfolgsspur geführt. Norbert Hofer hat die Partei strategisch dorthin gestellt, wo sie meinem Selbstverständnis nach hingehört: Rechts der Mitte, mit einer bürgerlichen Ausrichtung und sowohl regierungs- als auch koalitionsfähig. Ich danke Norbert Hofer für seine hohe Einsatzbereitschaft, seine Standhaftigkeit und seine Loyalität. Er hat in seiner politischen Arbeit nie den eigenen Vorteil gesucht, sondern stets das Wohl freiheitlichen Gesinnungsgemeinschaft vor Augen gehabt. Dafür gebührt ihm der Dank des gesamten Dritten Lagers", so Haimbuchner in einer Stellungnahme.

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