In Wien zeichnet sich eine historische politische Verschiebung ab. Laut einer neuen Umfrage liegt die FPÖ erstmals vor der traditionell dominierenden SPÖ.
Das Ergebnis sorgt für erhebliche Unruhe in der Wiener Politik und könnte weitreichende Folgen für die künftigen Machtverhältnisse in der Bundeshauptstadt haben.
Wie die "Krone" am Samstagabend berichtet, wurde die Umfrage eigens in Auftrag gegeben und zeigt, dass die SPÖ ihre Vormachtstellung in Wien an die FPÖ verlieren würde – ein Novum in der Geschichte der Stadt.
Bei der Umfrage wurde allerdings die "Sonntagsfrage" gestellt. Dabei wird eruiert, wen man wählen würde, wenn am kommenden Sonntag Nationalratswahl sei. Historisch betrachtet lassen sich Ergebnisse einer Nationalratswahl nicht eins zu eins auf eine Gemeinderatswahl in Wien übertragen. Erfreulich ist so eine Umfrage aber dennoch freilich nicht – weder für Parteichef Andreas Babler noch für Bürgermeister Michael Ludwig.
Beim jüngsten Landesparteitag der Wiener SPÖ stand dennoch das Feiern im Mittelpunkt, auch wenn die Zahlen für die Partei wenig Anlass zur Freude bieten.
Die weitere Entwicklung bleibt abzuwarten, doch eines ist klar: Der politische Wind in Wien hat sich spürbar gedreht.