In der Messe Wien trifft sich am Samstag die Wiener SPÖ zu ihrem Landesparteitag – rund 1.000 Delegierte werden erwartet. Im Mittelpunkt steht dabei auch die personelle Neuaufstellung der Parteispitze.
So wird das Präsidium erweitert: Künftig soll es sechs statt bisher fünf Stellvertreter des Parteivorsitzenden geben. An der Spitze selbst dürfte sich hingegen nichts ändern – Wiens Bürgermeister Michael Ludwig stellt sich ohne Gegenkandidaten erneut zur Wahl als Parteiobmann. Zudem ist es der erste Parteitag seit der Wiener Landtagswahl im vergangenen Jahr.
Am Nachmittag wurde schließlich das Ergebnis der Wahl präsentiert. Ludwig wurde wie erwartet mit 92,3 Prozent wiedergewählt. 2024 war Ludwig mit 92,63 Prozent als Landesvorsitzender bestätigt worden.
Der Parteitag steht unter dem Motto "Wien schafft Zukunft". Inhaltlich sollen vor allem Wirtschafts- und Standortfragen im Fokus stehen, zudem werden Themen wie Arbeit, Gesundheit, Bildung und Lebensqualität behandelt.
Zum Auftakt hielt Bundesparteichef und Vizekanzler Andreas Babler eine Rede. Darin lobte er Wien als Vorbild und hob zentrale SPÖ-Maßnahmen wie Gemeindewohnungen, Bildungspolitik und Eingriffe bei Mieten, Energie und Lebensmitteln hervor.
Gleichzeitig warnte er mit Blick auf Gewalt gegen Frauen vor Gefahren für Frauenrechte durch politische Kräfte und betonte: "Das ist kein Frauenproblem, das ist ein Männerproblem in dem Land. Männer sind die Täter." – "Heute" berichtete.
Verändert hat sich auch der Rhythmus der Treffen: Ein Parteitag findet inzwischen nur noch alle zwei Jahre statt. Früher war laut Statuten eine jährliche Abhaltung vorgesehen, wobei sich die Führungsgremien ohnehin nur bei jeder zweiten Zusammenkunft einer Abstimmung stellen mussten.