Wien bleibt rot – trotz eisigem Gegenwind aus dem Bund können sich Bürgermeister Michael Ludwig und seine Roten in der Hauptstadt behaupten. Laut einer aktuellen W24-Studie, die gemeinsam mit dem IFDD (Institut für Demoskopie und Datenanalyse) durchgeführt wurde, wird die SPÖ aktuell auf 37 Prozent hochgeschätzt. Bei der letzten Wien-Wahl im Frühjahr 2025 war die SPÖ in Wien auf 39,38 Prozent gekommen.
Auf den Plätzen zwei und drei: Freiheitliche und Grüne. "Die FPÖ profitiert wiederum vom Rückenwind aus dem Bund und stabilisiert sich auf 25 Prozent. Die Grünen bleiben stabil bei 16 Prozent, Neos erreichen neun Prozent und geben leicht nach. Die ÖVP kommt nur auf acht Prozent und leidet ebenfalls an einem starken Gegenwind aus dem Bund. Die KPÖ schafft auch weiter klar den Einzug in den Wiener Gemeinderat nicht", führt IFDD-Geschäftsführer Christoph Haselmayer aus.
Noch eindeutiger fällt die (fiktive) Frage der Bürgermeister-Direktwahl für den Amtsinhaber aus: Demnach würden 47 Prozent der Wiener Michael Ludwig direkt zum Wiener Bürgermeister wählen, wenn sie dies könnten. Befragt wurden 1.000 Wahlberechtigte ab 16 Jahren im Zeitraum von 23. bis 26. März.
Laut Stadtbarometer-Umfrage würde FPÖ-Chef Dominik Nepp mit 26 Prozent auf Platz 2 hinter Ludwig kommen, Platz drei würde mit 14 Prozent an die Grünen mit Judith Pühringer gehen. Markus Figl (ÖVP) würde bei einer Direktwahl sieben Prozent, Neos-Vizebürgermeisterin Bettina Emmerling vier Prozent und KPÖ-Politikerin Barbara Urbanic zwei Prozent erreichen.
Abseits der Politik zeigt die Umfrage auch, wie die Wiener Ostern feiern. Für die große Mehrheit steht dabei nicht Religion, sondern die Familie im Mittelpunkt. 63 Prozent feiern Ostern vor allem im Kreis ihrer Liebsten, während nur 24 Prozent dies aus religiösen Gründen tun. Auffällig ist auch, dass 22 Prozent das Fest überhaupt nicht begehen.
Typisch für Ostern in Wien sind vor allem Familientreffen und gemeinsames Essen. Auch das klassische Ostereiersuchen ist für viele fixer Bestandteil. Beim Geld zeigen sich die Wiener eher zurückhaltend. Fast ein Viertel gibt gar nichts für Ostergeschenke aus. Viele bleiben mit ihren Ausgaben unter 50 Euro, während nur eine kleinere Gruppe mehr als 100 Euro investiert.