Der Streit um das Mega-Projekt beim Wiener Westbahnhof geht in die nächste Runde: Nach heftiger Kritik der Grünen legt die Stadt nun nach – und widerspricht den Vorwürfen deutlich. Statt eines "Betonprojekts" mit Hochhäusern soll auf dem Areal ein rund fünf Hektar großer Landschaftspark entstehen, der mehr als zwei Drittel der Fläche einnimmt.
Die Stadt betont: Eine vollständige Verbauung sei nie geplant gewesen. Die Bebauung bleibe auf bereits versiegelte Flächen beschränkt und werde nur punktuell umgesetzt. Auch der Vorwurf, es handle sich lediglich um einen "Dachgarten", wird zurückgewiesen – große Teile des Parks sollen entsiegelt und naturnah gestaltet werden, Bäume seien trotz teilweiser Unterbauung möglich.
Besonders im Fokus steht das Klima: Laut Stadt wird das Projekt wissenschaftlich geprüft, um die wichtige Kaltluftschneise aus dem Wienerwald zu erhalten. Im Vergleich zur aktuellen, stark versiegelten Fläche soll sich das Mikroklima sogar verbessern.
Auch beim Thema Bürgerbeteiligung sieht sich die Stadt zu Unrecht kritisiert. Seit 2022 hätten sich bereits über 700 Menschen in verschiedenen Formaten eingebracht, weitere Beteiligungsschritte seien fix geplant.
Fix ist: Gebaut wird frühestens ab 2030 – bis dahin nutzen die ÖBB das Gelände weiter. Wie das Projekt konkret aussehen wird, entscheidet ein Wettbewerb, der noch heuer starten soll.