Um dem Schicksal vieler Wiener Autofahrer zu entkommen, setzt Niederösterreich auf eine Vielzahl an Maßnahmen, um ein flächendeckendes Parkpickerl zu vermeiden – "Heute" berichtete darüber. "Heute"-Leserin Brigitte erkannte trotz der lobenswerten Initiativen ein Problem: Ein Seat parkt seit geraumer Zeit am selben Ort in einem Gratis-Parkhaus in Wr. Neustadt – und das ohne Kfz-Prüfplakette und Kennzeichen.
In der "Park + Ride"-Anlage am Bahnhof in Wiener Neustadt erlebt Brigitte regelmäßig ein Déjà-vu. Fast täglich fährt sie durch die Parkgarage, die für ÖBB-Kunden gratis ist. Schon in den frühen Morgenstunden fällt es der Niederösterreicherin schwer, einen freien Stellplatz zu erwischen. Und dann steht dort auch noch ein Fahrzeug, welches seit einer gefühlten Ewigkeit einen Parkplatz wegnimmt. "Dieses verschmutzte Auto steht hier unbewegt seit zwei Jahren, ohne Nummernschild und Pickerl", ärgert sich die 58-Jährige im "Heute"-Talk.
Die Neunkirchnerin zeigte sich im Gespräch mit "Heute" prinzipiell froh über die kostenlose Parkmöglichkeit. Nichtsdestotrotz sei das fahruntüchtige Auto vielen Garagennutzern ein Dorn im Auge. "Die Parkplätze sind bereits um 6.30 Uhr knapp. Da ärgert es natürlich schon, wenn Autoleichen Plätze blockieren", erklärt Brigitte weiter. Die Österreichischen Bundesbahnen reagierten unlängst auf derartige Missbräuche der Gratis-Stellplätze und kündigten ein neues System für die Parkbewirtschaftung an.
Bei dem desolaten Seat Ibiza lief Pickerl bereits im Mai des Vorjahres ab – daraufhin soll das Kennzeichen entfernt worden sein. Eine Anzeige gegen den Fahrzeuglenker folgte im November – seitdem bewegte sich der Kleinwagen keinen Zentimeter mehr. Die Pressestelle des Stadtpolizeikommandos Wr. Neustadt bestätigte auf Anfrage von "Heute", dass man am Fall dran sei und sich um die Klärung des Sachverhaltes bemühe. Wann das verstaubte Fahrzeug nun tatsächlich entfernt wird, bleibt offen.