Schwere Vorwürfe gegen einen 47-Jährigen im Innviertel: Am Montag muss sich der Mann vor einem Schöffensenat am Landesgericht Ried verantworten. Laut Anklage soll er im November 2025 eine Frau aus Ungarn nach Österreich gelockt haben - unter falschen Vorwänden.
Wie die OÖN berichten, habe der Beschuldigte der Frau zunächst vorgetäuscht, lediglich einmal ihre Dienste gegen Bezahlung in Anspruch nehmen zu wollen. Nach der Einreise brachte er sie aber zuerst zu sich nach Hause und kurz darauf in eine abgelegene Holzhütte in Esternberg.
Dort soll die Situation eskaliert sein: Laut Staatsanwaltschaft konfrontierte der Mann die Frau mit seinem Plan, sie künftig zur Prostitution zu zwingen. Sie hätte Sex mit anderen Männern gegen Geld haben sollen. Dafür soll der 47-Jährige bereits Fotos für Inserate im Internet gemacht haben.
Besonders brisant: Die Frau soll in der Hütte eingesperrt worden sein. Laut Anklage gelang ihr aber rasch die Flucht.
Dem Angeklagten werden grenzüberschreitender Prostitutionshandel, Zuhälterei und Freiheitsentziehung vorgeworfen. Für ihn gilt die Unschuldsvermutung. Im Falle einer Verurteilung drohen ihm laut Gesetz ein bis zu zehn Jahre Haft.