Frau kritisiert F1-Männer: "Nur 1,60 groß, 55 Kilo"

Frauen in der Motorsport-Königsklasse – das gibt es höchst selten. Woran liegt das? Nicht an körperlichen Voraussetzungen, meint PS-Legende Ellen Lohr.
Frauen sind in der Formel 1 ein höchst seltener Anblick. Monisha Kaltenborn musste als Teamchefin von Sauber gehen, Williams-Testfahrerin Susie Wolff warf 2015 das Handtuch, Marussia-Testpilotin Maria de Villota beendete die Karriere nach einem schweren Unfall 2012 und starb wenig später. Lella Lombardi war beim Grand Prix von Spanien 1975 die einzige Frau, die jemals in einem Formel-1-Rennen in die Punkteränge fuhr.

Schmächtige Männer?



Woran liegt es, dass Frauen in der PS-Königsklasse so schwer Fuß fassen? Oft kommt das Argument der körperlichen Leistungsfährigkeit, bei der die Männer ihren Kolleginnen einfach überlegen seien. "Dass sowas nach Jahrzehnten noch immer aufkommt, geht mir auf die Nerven", ärgert sich Ellen Lohr. Die 52-jährige Deutsche ist die einzige Frau, die jemals ein DTM-Rennen gewinnen konnte. Sie meint: "Man braucht sich doch bloß mal die jungen männlichen Formel-1-Piloten anschauen. Die sind 1,60 Meter groß und wiegen 55 Kilogramm. Wieso sollte da eine Frau nicht mithalten können?"

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Lohr hat selbst schon eine bewegte Karriere hinter sich. Im Alter von 14 Jahren startete sie bei Kart-Rennen. 1987 wurde sie deutsche Meisterin in der Formel Ford. In der Formel 3 matchte sie sich mit Michael Schumacher und Heinz-Harald Frentzen. Es folgte der Wechsel zu den Tourenwagen, wo sie 1992 in der DTM am Hockenheimring triumphierte. Nach einem Ausflug in die Rallye-Welt wechselte sie 2012 zum Truck-Racing, wo sie 2016 Platz neun in der Fahrer-Wertung belegte. (gr)

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