Völlig unvermittelt ging eine massiv psychotische 53-Jährige am 3. März in der Wiener Leopoldstadt auf eine ihr fremde Pensionistin los. Die Auseinandersetzung nahm ihren Ausgang in einer Bäckerei. Dort hatte die Frau randaliert und dem späteren Opfer (87) vorgeworfen, ihr "die Identität gestohlen zu haben".
Auf der Taborstraße attackierte sie die fast blinde Rentnerin von hinten und verpasste ihr einen starken Stoß. Dadurch sürzte das betagte Opfer mit dem Gesicht voran auf die Straßenbahngleise. Passanten retteten die Verletzte gerade noch rechtzeitig von der stark befahrenen Straße. Die vom Gericht für schuldunfähig befundene Angeklagte hatte vor der Tat die Einnahme ihrer Medikamente verweigert, Alkohol und Drogen konsumiert. Gerichtsgutachter Dr. Hofmann empfahl eine unbedingte Einweisung in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher, die schlussendlich auch ausgesprochen wurde.