Am Samstag stellte "Heute"-Leserin Dora* (Name von der Redaktion geändert) drei Kleider für je 20 Euro auf der Online-Plattform "Vinted" zum Verkauf. "Dann ging alles sehr schnell, ich bekam sofort Kaufanfragen", so die Niederösterreicherin gegenüber "Heute". In Windeseile sollte die 39-Jährige Platz in ihrem Kleiderschrank schaffen und zeitgleich ihr Konto aufbessern – dieses wurde stattdessen leergeräumt.
Über einen Internet-Link sollte Dora ihre Kontodaten preisgeben, glaubte sie zumindest. Doch der Link diente Betrügern als Zugriffsmöglichkeit auf das Bankkonto der Vinted-Nutzer. Kurz darauf gab es eine Transaktion – zum Ärger von Dora: "Plötzlich wurden 1.000€ auf ein Western Union-Konto überwiesen. Ich meldete dies meiner Bank und ließ meine Karten sperren."
Doch für die Niederösterreicherin kam es knüppeldick: Zu Wochenbeginn bekam Dora die Information, dass noch einmal 1.000€ abgezwickt wurden – trotz aktivierter Kontosperre. Das Problem? Bei Doras Verkauf griff der Käuferschutz nicht, die verlorenen 2.000€ wird Dora wohl nicht mehr so schnell sehen.
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Vor allem im Zuge der Teuerungen wurde Dora das Geld knapp: Das gestohlene Geld war eigentlich geliehen und diente dazu, Schulden zu begleichen. "Das ist eine Katastrophe für mich! Ich wollte mit dem Kleiderverkauf nur noch ein wenig mehr Geld auftreiben und jetzt das!", so die verzweifelte Vinted-Kundin.
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Bei der Polizei wurde eine Anzeige wegen Betrugs gegen unbekannt gestellt – ob die Beamten den Betrügern auf die Schliche kommen, bleibt jedoch fraglich.