Sport

Freiluft-Spektakel: VSV jubelt vor 30.500 Fans

Heute Redaktion
14.09.2021, 16:59

Der VSV setzt sich im Freiluft-Derby gegen den Erzrivalen KAC mit 3:1 durch. 30.500 Fans sorgen für eine einzigartige Atmosphäre. Michael Raffl ist mit zwei Toren Matchwinner!

Temperaturen um den Gefrierpunkt, dazu Schneefall zu Spielbeginn. Nach der Kärntner Landeshymne fällt das erste Bully und das Stadion kocht. Die Atmosphäre ist einzigartig. Eine Schneedecke von drei, vier Zentimetern am Eis lassen die Cracks an ihre Zeit auf dem Teich denken. Aber nur kurz, es geht ja bei allem Eventcharakter um zwei Punkte in der Eishockey-Liga.

Oberwasser für Villacher
Der Schnee hemmt das Tempo, der Puck ist von den Cracks schwer zu kontrollieren. Der VSV startet gut ins Match und hat in den ersten Minuten Oberwasser. Nach einem Powerplay für die Villacher nach knapp zehn Minuten entscheidet Headschiri Tschebull auf Eisreinigung.
Fureys hoher Stock verhindert KAC-Führung

Eine weise Entscheidung, zwei Eismaschinen kehren den Schnee von der Eisfläche. Ab diesem Zeitpunkt erhöht sich das Tempo. Dem KAC tut die Pause während der Eisreinigung gut. Die Rotjacken wirken nun wesentlich gefährlicher. In Minute 16 kocht ein Teil des Stadions, als Kirk Furey den Puck nach einem Alleingang im Netz unterbringt. Aber der Schiri erkennt den Treffer zu Recht nicht an, Furey hat den Schläger über seiner Schulter.

VSV gewinnt das zweite Drittel
Im zweiten Drittel ist die Eisqualität von Beginn an besser, der Schneefall hat aufgehört. In Minute 26 jubeln die VSV-Fans in Stadion. Roland Kaspitz vernascht die KAC-Defensive, kurvt ums Tor. Der Puck liegt plötzlich frei vor Michael Raffl, der zum 1:0 einnetzt.

Nach 30 Minuten macht KAC-Goalie Rene Swette seinem Kollegen Jordan Parise Platz. Das war vor der Partie schon ausgemacht. Parise steht schneller im Mittelpunkt als ihm lieb ist. Nach wenigen Sekunden frisst der US-Boy ein klassisches Ei. Michael Raffl schießt, der Puck prallt von der Bande zurück und Parise schlägt sich die Scheibe mit dem Eisschuh selbst ins Tor (31.).

Danach kontrollieren die Villacher die Partie. Der KAC ist erneut im Abschluss zu inkonsequent und im Powerplay nicht effizient.

KAC schöpft Hoffnung, aber nur kurz
Im letzten Abschnitt rennen die Rotjacken zunächst mit dem Mute der Verzweiflung an. Zu ideenlos agiert der Meister. Und so muss eine Einzelaktion zum Anschlusstreffer herhalten. Thomas Hundertpfund zieht energisch vor das Tor, schießt und der Puck wird von einem Schlittschuh abgefälscht (47.).

Die Hoffnung für den KAC, ins Match zurückzukommen, währt genau 48 Sekunden. Gleich im Gegenzug passt Günther Lanzinger den Puck von der Torlinie zur Mitte und Roland Kaspitz fälscht zum 3:1 ab. Wieder sieht KAC-Keeper Jordan Parise nicht gut aus, das kurze Eck gehört in dieser Situation ihm.

Der KAC nützt in Folge seine restlichen Überzahlspiele nicht, der VSV agiert souverän. Knapp zwei Minuten vor dem Ende nimmt Coach Manny Viveiros seinen Goalie vom Eis. Es nützt nichts mehr. Der VSV gewinnt das Freiluft-Derby und feiert den Sieg wie einen Meistertitel. Als krönenden Abschluss brennen die Verantwortlichen im Stadion ein Feuerwerk ab.

KAC - VSV 1:3 (0:0,0:2,1:1)
Klagenfurt, Wörthersee-Arena, 30.500 (ausverkauft), SR Berneker/Tschebull
Tore: Hundertpfund (47.) bzw. M. Raffl (26., 31.), Kaspitz (48.)
Strafminuten: 12 bzw. 20sportnet.at

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