Chistian Redl sucht nach sportlichen Herausforderungen und hat seine nächste gefunden: Er möchte im eisigen Wasser der Goyko-Seen im Himalaya-Gebirge einen neuen Rekord aufstellen. Der Österreicher will den höchsten, jemals absolvierten Freitauchgang wagen.
sucht nach sportlichen Herausforderungen und hat seine nächste gefunden: Er möchte im eisigen Wasser der Goyko-Seen im Himalaya-Gebirge einen neuen Rekord aufstellen. Der Österreicher will den höchsten, jemals absolvierten Freitauchgang wagen.
Trotz des nur 14-prozentigen Sauerstoffgehalts auf rund 5.000 Metern verzichtet der Abenteurer auf künstlichen Sauerstoff. Außerdem will er in seinem handelsüblichen Neoprenanzug etwa drei Minuten unter Wasser bleiben.
Höhlen und Eis
Klassische Tauchrekorde waren ihm zu langweilig. Deshalb hat Reld nun die Höhlen für sich entdeckt oder absolviert Tauchgänge unter Eis absolviert.
Mit "nur" 100 kg Ausrüstung wird das vierköpfige Team nach Nepal fliegen und um den 16. Oktober bei den Gletscherseen ankommen, die in einer Höhe von 4.700 bis 5.160 Meter liegen. Dies wird eine vollkommen neue Erfahrung für den Wiener werden, denn: "Zuvor hatte ich keine Ahnung vom Bergsteigen und war nur einmal am Großglockner - mit dem Auto."
Belastungsprobe
Auf die Herausforderung hat er sich penibel über ein ganzes Jahr vorbereitet. Denn dort oben ist 14 Prozent statt normalerweise 21 Prozent Luftsauerstoff, und das bedeutet eine enorme körperliche Belastung. "Ich habe nur die Chance auf einen einzigen Tauchgang. Klappt es nicht, ist der Körper so verausgabt, dass es ewig dauert, bis er sich wieder erholt hat."
Extra Sauerstoff ist nur für den Notfall mit dabei, falls dem Österreicher am Himalaya die Luft ausgeht.
Beim Tauchgang wird der Wiener im eiskalten Wasser liegen, während Messinstrumente an seiner Hand alle wichtigen Körperfunktionen überwachen. Eine Minute muss Redl mindestens durchhalten, angestrebt werden zwei bis drei.
Nach Leben tauchen
Geht alles nach Wunsch, will er anschließend noch - ebenfalls ohne Pressluft - im See tauchen und nach etwaigen Lebensformen suchen. "Gelingt dies, wäre das eine Sensation", meint Redl - vorallem, weil die Wissenschaft nicht glaubt, dass etwas unter diesen Bedingungen existieren kann.