Sport

French Open: Nur noch drei Österreicher im Bewerb

Heute Redaktion
14.09.2021, 17:07

Licht und Schatten für Österreichs Tennisasse beim Grand Slam in Paris: Jürgen Melzer schoss sich mit einem souveränen Sieg für die zweite Runde warm, in die auch Sybille Bammer problemlos einzog. Hingegen verabschiedeten sich Daniel Köllerer und Martin Fischer bereits nach ihren Auftaktmatches.

Österreichs Nummer eins Jürgen Melzer hat locker die zweite Runde der French Open erreicht. Der an Position 22 gesetzte Niederösterreicher fertigt den Israeli Dudi Sela nach 2:06 Stunden Spielzeit mt 7:5, 6:2, 6:4 ab. Nach einer 5:3-Führung in Satz eins muss der 29-Jährige einen Rückschlag zum 5:5 hinnehmen, ehe ihm ein weiteres Break zum Satzgewinn gelingt.

Franzose wartet in Runde zwei

In der Folge ist der ÖTV-Daviscupper, der auch im September in der Weltgruppen-Relegation auf Sela treffen dürfte, ungefährdet. Mit einem Aufschlag-Winner besiegelt Melzer den Erfolg, in Runde zwei wartet nun der Franzose Nicolas Mahut. Im direkten Vergleich führt der Deutsch-Wagramer 3:2, auch das einzige Duell auf Sand konnte er für sich entscheiden.

Bammer ohne Satzverlust weiter

Ebenfalls ohne Probleme gewann Sybille Bammer ihre Auftaktpartie. Mit 6:0 und 6:1 fertigte die Oberösterreicherin die Kolumbianerin Mariana Duque Marino ab. In der nächsten Runde trifft sie nun auf die an Nummer 16 gesetzte Belgierin Yanina Wickmayer.

Neben Bammer und Köllerer ist nur noch Yvonne Meusburger im Bewerb, die bereits vorgestern ihr Erstrundenmatch gewann. Für die zwei restlichen kam heute das Aus. Martin Fischer musste sich in einem mehr als vier Stunden Marathonmatch schlussendlich dem Argentinier Noracio Zeballos mit 6:7(6), 7:6(8), 6:1, 4:6 und 6:8 geschlagen geben.

"Crazy Dani" in der Krise

"Seit zwei Monaten ist es mir eigentlich egal, ob ich ein Match gewinne oder verliere. Meine Motivation ist einfach im Keller, ich habe zur Zeit keine Lust, Tennis zu spielen." Daniel Köllerer ist nach seiner 2:6, 2:6, 1:6-Niederlage gegen den Russen Teimuras Gabaschwili komplett ratlos.

Köllerer: "Ziehe mich zurück"

Während des nur 93 Minuten andauernden Matches wirkt "Crazy Dani" lustlos wie unmotiviert, zeigt keine Kämpferqualitäten. "Daniel braucht Hilfe", sagt sein Manager Manfred Nareyka, der sogar von einem Burn-out spricht. Köllerer, dessen Jahr 2010 auch von Verletzungen und Krankheiten geprägt ist, konnte diese Saison erst vier Matches auf der ATP-Tour gewinnen. Negatives Higlight: Die French Open.

Auszeit

"Da braucht man nicht mehr recht viel dazu sagen, wenn so etwas in Paris passiert, kann ich mir einen Challenger oder ein ATP-Turnier in nächster Zeit sparen." Der 26-Jährige will sich nun eine unbestimmte Tour-Auszeit nehmen. "Keine Ahnung wie es weiter geht. Ich spiele sicher einen Monat nicht. Ich muss schauen, dass ich irgendwie wieder einen Biss kriege."

Sportnet/red.

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