Kein rot-weiß-roter Triumph in Roland Garros: Dominic Thiem scheitert im Finale der Junioren-Konkurrenz der French Open in Paris. Der 17-jährige Niederösterreicher unterliegt nach hartem Kampf dem US-Boy Bjorn Fratangelo mit 6:3, 3:6, 6:8.
Der als Nummer 14 ins Turnier gestartete Wiener Neustädter zeigt zu Beginn des Endspiels keinerlei Nerven, liegt rasch mit Break und 4:1 vorne. Schließlich gewinnt der 17-Jährige den ersten Durchgang souverän mit 6:3.
Im zweiten Satz kann der ungesetzte US-Amerikaner den Spieß umdrehen, nimmt Thiem zwei Mal den Aufschlag ab und gleicht aus. Im finalen Durchgang wehrt sich der Niederösterreicher tapfer, kann trotz zahlreicher Breakmöglichkeiten sein Service halten - bis zum Stand von 6:6. Fratengelo gelingt das Break und serviert im Anschluss trocken zum Turnier-Gewinn aus.
In Musters Fußstapfen
Damit tritt Thiem ungewollt in die Fußstapfen von Thomas Muster. Die ehemalige Nummer eins der Welt verlor 1985 ebenfalls in Paris erst im Junioren-Finale, ehe er zehn Jahre später auf Profi-Ebene den größten Erfolg seiner Karriere feierte. Jürgen Melzer konnte 1999 in Wimbledon über einen Triumph bei einem Majors-Event jubeln.