Nach dem vereitelten Anschlag auf ein Taylor-Swift-Konzert in Wien kommen immer mehr Hintergründe zum Vorschein. Dass es ausländische Dienste gewesen waren, die die heimischen Behörden auf die Spur der Verdächtigen brachten, wurde rasch bekannt. Auch dass der finale Hinweis aus den USA gekommen sein sollen, war bekannt. Nun scheint aber auch klar zu sein, welcher Nachrichtendienst es im Detail war, der Schlimmeres verhindern konnte.
Wie der stellvertretende Direktor der CIA (Central Intelligence Agency), David S. Cohen, laut US-Medienberichten zufolge bestätigt, habe der Anschlag darauf abgezielt, "eine große Anzahl" von Menschen zu töten. Laut Cohen seien "Zehntausende" Opfer das Ziel gewesen. "Bizarr", sagen laut "Krone" die Anwälte der beiden Terror-Verdächtigen (17 und 19). Werner Tomanek, der den 19-Jährigen aus Ternitz vertritt, spricht in der "Krone" von "Theaterdonner".
Die Beweise gegen seinen Mandanten? Die Tonne mit den angeblich entsorgten Resten vom Bombenbau sei eine nicht verschlossene Bio-Tonne, Schutzhandschuhe und Schutzmaske habe sein Mandant getragen, "weil es ihm vor Maden gegraust hat". Und: Der Promi-Anwalt kündigt laut Bericht baldige "Enthüllungen" an, "die sicher auch die Swift-Fans interessieren". Ähnlich klingt das bei Anwalt Nikolaus Rast, der den 17-jährigen, ebenfalls aus Ternitz, vertritt.
Dass er als Gerüstbauer beim Konzert in ins Visier der Ermittler geraten war, sei einfach Pech gewesen, die Moschee in Wien habe er nur wegen seiner Freundin besucht, weil diese daneben wohnte, und er und seine Freundin "erwarten ein Kind. Sie ist im dritten Monat schwanger. Da wird mein Mandant wohl nicht planen, das Ernst-Happel-Stadion in die Luft zu sprengen." Was allerdings schwer wiegt: Beide Verdächtige sollen kürzlich dem IS die Treue geschworen haben.