Offenes Dealen im Park, Lärm in der Nacht und Sicherheitsbedenken – der Fritz-Imhoff-Park in Wien-Mariahilf ist vielen Anrainern schon seit Längerem ein Dorn im Auge. Jetzt will man endlich etwas dagegen tun.
Die neue Mariahilfer Bezirksvorsteherin Julia Lessacher (SPÖ) hat angekündigt, dass der Park in der Nacht gesperrt wird, "um dadurch eine Erleichterung für die Anrainer*innen zu bringen", so Lessacher in einer Aussendung Ende Februar.
Wie der ORF berichtet, wird der gesamte Park, der sich hinter dem Suchthilfe-Tageszentrum "Jedmayer" befindet, dafür eingezäunt – mit einem 100 Meter langen Stahlgitterzaun, der teilweise 2,4 Meter hoch ist. Drei verschließbare Tore sollen verhindern, dass jemand in der Nacht hineingeht.
Außerdem werden im Park eine missbräuchlich verwendete Pergola und eine Tisch-Bank-Kombination abgebrochen. Der dortige Bereich soll stattdessen als Bewegungsraum für Kinder zur Verfügung gestellt werden.
Schon vor Ostern haben die Bauarbeiten begonnen. Laut Bezirk sollen die Arbeiten kommende Woche abgeschlossen sein, dann wird der Fritz-Imhoff-Park in der Nacht zugesperrt. Eine private Sicherheitsfirma übernimmt das tägliche Zusperren der Tore bei Einbruch der Dunkelheit und öffnet sie in der Früh wieder. Die Maßnahme kostet rund 64.000 Euro, die Kosten übernimmt der Bezirk.
Auch die ÖVP-Bezirksparteiobmänner von Mariahilf, Gerhard Hammerer, und Rudolfsheim-Fünfhaus, Felix Ofner, "begrüßen jede Maßnahme des Bezirks, die zu mehr Sicherheit beiträgt. Die Nachtsperre im Fritz-Imhoff-Park ist ein notwendiger Schritt. Gleichzeitig zeigt sich aber vor allem eines: Erst durch den massiven Druck der Volkspartei kam in dieser Frage überhaupt Bewegung hinein."
Das Grundproblem sei damit aber nicht gelöst: "Die Situation rund um die U6 Station Gumpendorfer Straße ist seit Jahren bekannt. Trotzdem fehlen bis heute jene Maßnahmen, die nur die Stadt setzen kann: eine Alkoholverbotszone, Videoüberwachung und eine Schutzzone im Bereich des Fritz-Imhoff-Parks. Dass das in anderen Teilen Wiens möglich ist, hier aber nicht, ist für die Menschen vor Ort nicht nachvollziehbar", so die beiden ÖVP-Politiker in einer Aussendung.