Vorbereitung für Nachtsperre

Drogen, Lärm – Fritz-Imhoff-Park wird nun eingezäunt

Wie angekündigt, wird nun der Park in unmittelbarer Nähe zur Drogenberatungsstelle Jedmayer eingezäunt. Künftig soll er nachts versperrt werden.
Wien Heute
30.03.2026, 07:30
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Nächtlicher Lärm, Vandalismus und Müll und Drogenhandel belasten das Grätzl rund um die U6-Station Gumpendorfer Straße schon lange. Besonders die Anrainer des Fritz-Imhoff-Parks kämpfen seit Jahren mit Problemen – "Heute" berichtete.

Bezirkschefin kündige Maßnahmen an

Anfang März sprach Bezirksvorsteherin Julia Lessacher (SPÖ) ein Machtwort und kündigte an, dass der Park eingezäunt werden soll. So könne dieser in den Nachtstunden abgesperrt werden. Das solle für Ruhe und weniger Vandalismus sorgen – wir berichteten.

"Die Bewohner des Grätzls haben immer wieder von belastenden Situationen in der Nacht berichtet und sich eine Einzäunung gewünscht, wie sie auch in Parks in der Nähe längst umgesetzt ist", so Lessacher.

Zaun ist bis zu 2,4 Meter hoch

Der Zaun ist bereits im Aufbau, wie "Mein Bezirk" berichtet. Arbeiter montieren aktuell die Pfähle, insgesamt sollen rund 100 Meter Gitter mit bis zu 2,4 Metern Höhe entstehen. Drei Tore werden künftig abends geschlossen und in der Früh wieder geöffnet – eine private Sicherheitsfirma übernimmt das. "Darum halten sich die Zusatzkosten im Rahmen", so Lessacher zu "Mein Bezirk".

Auch die Polizei sieht Vorteile. "So kann die Polizei sofort eingreifen, wenn sich nachts jemand dahinter aufhält – das spart Zeit und Aufwand", erklärt Grätzlpolizist Manfred Schober. Zudem verweist er auf die nahe Hauptfeuerwache, die rund um die Uhr besetzt ist und eng mit der Polizei zusammenarbeitet.

ÖVP fordert Schutzzone

Politisch sorgt die Maßnahme für unterschiedliche Reaktionen. Gerhard Hammerer (ÖVP) fordert zusätzliche Schritte: "Es braucht darüber hinaus aber auch zusätzliche Schritte, die in der Verantwortung der Stadt liegen: etwa eine Alkoholverbotszone rund um die U6-Station Gumpendorfer Straße, Videoüberwachung sowie eine Schutzzone im Bereich des Fritz-Imhoff-Parks."

Dieser Forderung schließt sich auch Hammerers Frau Martina, Obfrau der ÖVP-Frauen in Mariahilf, an: "Der Fritz-Imhoff-Park soll ein Ort für Kinder und ihre Eltern sein und kein Treffpunkt für Drogenkriminalität." Durch eine Schutzzone hätte die Polizei ein Wegweiserecht bei Verfehlungen, so Hammerer.

Ein Alkoholverbot sieht Paul Stein (Grüne) kritisch, fordert stattdessen Investitionen: "Investitionen in das vernachlässigte Grätzel rund ums Jedmayer" seien nötig. Den Zaun bewertet er dennoch positiv: "Wir hoffen, dass die Nachtsperre des Parks die Situation verbessert. Wie effektiv die Maßnahme ist, wird sich erst zeigen."

FPÖ will Suchthilfe verlegen

FPÖ-Politiker Lukas Korp zeigt sich zwiegespalten: "Wir begrüßen selbstverständlich alle Maßnahmen, die zur Sicherheit beitragen. Gleichzeitig lehnen wir jedoch reine Scheinmaßnahmen entschieden ab." Er fordert zusätzlich "die Absiedlung der Suchthilfe Jedmayer in ein geeignetes Gewerbegebiet."

Stadt muss über Alkoholverbot entscheiden

Auch politisch ist Bewegung drin: Der Antrag der Bezirks-ÖVP für ein Alkoholverbot rund um den Gumpendorfer Gürtel wurde im Bezirk angenommen und an die Stadt weitergeleitet. Ob und wann es umgesetzt wird, ist noch offen.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 30.03.2026, 08:56, 30.03.2026, 07:30
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