Die Drogenproblematik rund um die Beratungsstelle Jedmayer sorgt seit Jahren für Schlagzeilen - und für Unmut im Grätzl. Jetzt erhöhen die ÖVP-Frauen in Mariahilf den Druck und fordern eine Schutzzone rund um den Fritz-Imhoff-Park.
"Das Umfeld des Jedmayer und der U6-Station Gumpendorfer Straße zählt seit Jahren zu den größten Sicherheitsbrennpunkten in Wien. Versprochen wurde viel, passiert ist wenig", kritisiert Martina Hammerer, Obfrau der ÖVP-Frauen in Mariahilf.
Tatsächlich berichten Anrainer schon länger von offenem Drogenkonsum, Dealern und einem zunehmenden Unsicherheitsgefühl - besonders für Frauen und Familien. Auch "Heute" hat mehrfach über die angespannte Situation rund um das Jedmayer berichtet. Immer wieder geht es dabei um Beschwerden über Vermüllung, aggressive Szenen und Polizeieinsätze.
Hammerer schlägt Alarm: "Es ist völlig unverständlich, warum die Stadtregierung und die Sucht- und Drogenkoordination die Anrainerinnen und Anrainer hier seit Jahren im Stich lassen."
Als Vorbild nennt sie Wiener Neustadt. Dort gebe es bereits mehrere Schutzzonen. "Wiener Neustadt zeigt, dass konsequentes Vorgehen möglich ist und wirkt. In Wien hingegen wird seit Jahren diskutiert, ohne dass entsprechende Schritte gesetzt werden. Was dort möglich ist, muss auch in Wien möglich sein", so Hammerer.
Konkret fordert die ÖVP eine Schutzzone im Bereich des Fritz-Imhoff-Parks. Ein Ort, der eigentlich Kindern und Familien gehören soll. In unmittelbarer Nähe befinden sich ein Kindergarten und eine Schule.
"Eine Schutzzone ist kein Aufenthaltsverbot, aber sie gibt der Polizei die Möglichkeit, gezielt gegen problematische Personen vorzugehen. Wer dort durch Drogenhandel oder entsprechende Aktivitäten auffällt, kann weggewiesen und mit einem Betretungsverbot belegt werden", erklärt Hammerer.
„Der Fritz-Imhoff-Park soll ein Ort für Kinder und ihre Eltern sein und kein Treffpunkt für Drogenkriminalität“Martina HammererChefin ÖVP-Frauen Mariahilf
Für viele im Grätzl ist klar: So wie bisher kann es nicht weitergehen. "Der Fritz-Imhoff-Park soll ein Ort für Kinder und ihre Eltern sein und kein Treffpunkt für Drogenkriminalität. Die Stadtregierung ist gefordert, endlich zu handeln und den Park den Familien zurückzugeben", so Hammerer abschließend.