Zuletzt haben es die Ukrainer immer wieder geschafft Russland mit Drohnenangriffen unter Druck zu setzen. Durch die Zerstörung von Ölraffinerien und Logistikzentren des größten russischen Online-Versandhandels Wildberries verlor die russische Wirtschaft bereits Milliarden.
An der Front hingegen dürfte die Lage jedoch schlimmer sein als bisher erwartet. Dies geht aus einem Video ukrainischer Soldaten hervor, was online derzeit für Wirbel sorgt. Die Männer berichten von Missständen, Versorgungsengpässen und Lügen der Führung.
Konkret äußert die Vorwürfe ein Kommandant von der 121. Territorialverteidigungsbrigade. Sein Name lautet Anatolij Saitschuk. Laut einem Bericht der "Krone" seien er und seine Männer in Saporischschja stationiert. Die Lage in der umkämpften Region sei prekär.
Die Männer in dem Video sehen müde und abgekämpft aus. Ihr Kommandant bittet um Hilfe und erzählt, dass seine Soldaten zwölf Tage lang kein Wasser hatten, auch Essen sei nicht vorhanden. Aus Verzweiflung hätten die Männer ihren eigenen Urin getrunken.
Zudem kauern die Soldaten in einem selbst gebauten Unterschlupf, da all ihre Stellungen komplett zerstört wurden. Laut dem Kommandanten hätten die Vorgesetzten ihn, seine Mannschaft und deren Familien angelogen. Die Versorgung mit Drohnen funktioniere überhaupt nicht und eine Ablöse sei auch nicht erschienen.
Die Einheit des Kommandanten ist inzwischen um Schadensbegrenzung bemüht. Demnach befinde sich die Truppe von Saitschuk in einem "schwierigen und dynamischen Teil der Front". Demnach würde das virale Video nur einen "isolierten Teil eines komplexen Umfeldes" zeigen. In einem Statement wurde versprochen, "alle notwendigen Schritte" zu unternehmen, um die Soldaten zu versorgen und auch abzulösen.