Hobbygärtner aufgepasst: Wenn in der Wettervorhersage Bodenfrost angekündigt ist, wird es für viele Pflanzen im Gemüsebeet lebensbedrohlich. Doch ab wann muss man eigentlich reagieren?
Meteorologisch spricht man von Bodenfrost, wenn die Temperatur am Erdboden, gemessen in fünf Zentimetern Höhe, unter den Gefrierpunkt sinkt. Das kann bereits bei einer Lufttemperatur von drei bis fünf Grad passieren – auch wenn die Wetter-App noch Plusgrade anzeigt.
Laut 24garten.de sollten wärmeliebende Gemüsesorten unbedingt vor dem ersten Frost geerntet werden. Dazu zählen Tomaten, Paprika, Zucchini, Gurken und Kürbis. Diese Pflanzen vertragen keinerlei Minusgrade.
Andere Sorten können bei leichtem Frost bis minus fünf Grad mit einem einfachen Schutz im Beet bleiben. Ein Gartenvlies, Laub oder eine Lochfolie reichen meist aus. Mangold etwa verträgt einstellige Minusgrade ganz gut, freut sich aber dennoch über eine Abdeckung.
Ein verbreiteter Irrtum: Plusgrade schließen Bodenfrost nicht aus. Auch die Annahme, bei der ersten Frostnacht müsse alles geerntet werden, stimmt nicht. Welche Maßnahme sinnvoll ist, hängt von der Gemüseart ab.
Übrigens: Dass Grünkohl erst nach dem Frost schmeckt, gilt nicht mehr unbedingt. Niedrige Temperaturen können zwar den Zuckergehalt erhöhen, doch neuere Züchtungen schmecken auch ohne Frost bereits gut.