Die letzten Tage haben auch in der benachbarten Schweiz noch einmal gezeigt, was der Oktober draufhat: Viel Sonne und Temperaturen um die 21 Grad, im Föhntal sogar bis zu 24 Grad. Doch laut 20 Minuten ist damit bald Schluss. Bereits am Mittwochabend ziehen im Jura und am Alpenhauptkamm erste Regenschauer auf, in der Nacht auf Donnerstag breitet sich der Niederschlag aus.
Vor allem in den Alpen wird es winterlich. Meteorologe Peter Wick erklärt: "Am meisten schneien dürfte es in einem Streifen vom Berner Oberland über die Alpen der Zentral- und Ostschweiz bis nach Nordbünden." Oberhalb von etwa 1.700 bis 2.000 Metern sind 10 bis maximal 20 Zentimeter Neuschnee möglich. Auch auf 1.500 Metern kann eine dünne Schneedecke von ein bis fünf Zentimeter entstehen.
Für Anfang Oktober sind solche Schneemengen nicht ungewöhnlich. Auffällig ist eher, dass es heuer zum ersten Mal wieder bis in tiefere Lagen schneit. "Höhere Alpenpässe könnten am Donnerstag durchaus weiß werden", so Wick. Wer jetzt in den Bergen unterwegs ist, sollte mit winterlichen Straßenverhältnissen rechnen und das Auto entsprechend ausstatten.
Am Freitag sinkt die Schneefallgrenze noch einmal, zumindest am Vormittag sind "einzelne Schneeflocken bis gegen 1.300 Meter" möglich, sagt Wick. Die Mengen bleiben aber gering.
Auch im Flachland macht sich der Temperatursturz bemerkbar. Während am Mittwoch in Basel noch bis zu 23 Grad und in Zürich 22 Grad gemessen werden, sind es am Freitag laut Prognose in Basel nur noch 15 und in Zürich 14 Grad. In Bern stehen maximal 13, in St. Gallen sogar nur 12 Grad am Programm. Südlich der Alpen schaut es anders aus: In Lugano sind am Freitag bis zu 22 Grad möglich.
In der Nacht auf Samstag kann es im Flachland richtig frisch werden. "Bei längerem Aufklaren, beispielsweise in der Nacht von Freitag auf Samstag, besteht durchaus die Gefahr von lokalem Bodenfrost", sagt Wick. Mit Luftfrost – also Temperaturen unter null Grad in zwei Metern Höhe – rechnet er im Flachland aber vorerst nicht.
Empfindliche Pflanzen solltest du trotzdem im Auge behalten und bei Bedarf ins Winterquartier bringen. Gerade "in windgeschützten Mulden kann es in klaren Nächten bereits empfindlich kalt werden", warnt der Meteorologe.
Der markante Kälteeinbruch bleibt aber nicht lange. Schon am Wochenende steigen die Temperaturen wieder leicht an. Im Flachland der Deutschschweiz werden laut Wick Höchstwerte von etwa 17 bis 18 Grad erwartet, in der Romandie könnte es sogar noch milder werden.
Mit einem Comeback des Spätsommers ist aber nicht zu rechnen. "Von einer Rückkehr zu spätsommerlicher Wärme würde ich aber nicht sprechen – es wird einfach wieder etwas milder", betont Wick.