Fliegende Plage

Zwiebelfliege im Gemüsebeet – so wirst du sie los

Gestern noch sattgrün, heute hängt die Zwiebel schlapp im Beet. Schuld daran könnte ein kleiner, gefräßiger Besucher sein. Was bei Befall hilft.
Heute Life
07.09.2026, 20:59
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Gestern standen deine Zwiebeln noch kerzengerade im Beet, plötzlich werden die Blätter gelb und hängen schlapp herunter. Ziehst du eine Pflanze aus der Erde, wartet womöglich die nächste böse Überraschung: kleine weiße Maden haben sich bereits durch die Zwiebel gefressen. Dann könnte sich die Zwiebelfliege in deinem Garten breitgemacht haben.

Maden haben mächtig Hunger

Die Zwiebelfliege wird etwa sechs bis sieben Millimeter groß. Ihre weißlichen, beinlosen Larven können dagegen bis zu rund einem Zentimeter lang werden. Sie haben es vor allem auf Zwiebelgewächse abgesehen – neben Speisezwiebeln können auch Porree, Schnittlauch und Knoblauch betroffen sein.

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Die erste und besonders problematische Generation tritt meist zwischen Mitte April und Ende Mai auf. Die Weibchen legen ihre Eier in der Erde nahe junger Pflanzen ab. Nach dem Schlüpfen fressen sich die Larven in die unterirdischen Pflanzenteile, bevor sie nach einigen Wochen wieder in den Boden wandern und sich dort verpuppen. Zwei bis drei Generationen pro Jahr sind möglich.

So erkennst du den Befall

Ein erster Hinweis ist häufig das Laub: Junge Pflanzen beginnen zu welken, verfärben sich gelblich und lassen sich ungewöhnlich leicht aus der Erde ziehen. Spätestens beim Blick auf die Zwiebel wird es unappetitlich. Die Larven hinterlassen Fraßgänge, außerdem kann das beschädigte Gewebe zu faulen beginnen und unangenehm riechen. Besonders Jungpflanzen können durch einen starken Befall vollständig absterben.

Dieses Netz ist dein bester Schutz

Das Problem: Haben sich die Larven erst einmal in die Zwiebeln gebohrt, sind sie nur schwer zu erreichen. Vorbeugen ist deshalb deutlich effektiver als spätes Bekämpfen.

Eine der wichtigsten Maßnahmen ist ein engmaschiges Kulturschutznetz. Es hindert die erwachsenen Fliegen daran, an die Pflanzen zu gelangen und dort ihre Eier abzulegen. Hier empfiehlt sich gegen die Zwiebelfliege eine Maschenweite von höchstens zwei Millimetern. Das Netz muss lückenlos aufliegen beziehungsweise an den Rändern gut verschlossen sein.

Aber Achtung: Standen im Vorjahr bereits Zwiebeln an derselben Stelle, können Puppen im Boden überwintern. Unter einem Netz wären die frisch geschlüpften Fliegen dann sogar mit ihren Pflanzen eingeschlossen.

Schick deine Zwiebeln auf Wanderschaft

Deshalb gehört auch Fruchtwechsel zu den wichtigsten Schutzmaßnahmen. Zwiebeln und andere gefährdete Zwiebelgewächse sollten nicht Jahr für Jahr am selben Platz wachsen. Ökolandbau.de empfiehlt nach einem Befall mindestens ein Jahr Anbaupause. Auch ein naturnaher Garten kann helfen: Laufkäfer, Kurzflügelkäfer und verschiedene Schlupfwespen gehören zu den natürlichen Gegenspielern. Strukturen und Rückzugsräume für Nützlinge sind deshalb sinnvoll.

Entdeckst du bereits befallene Pflanzen, solltest du sie vollständig aus dem Beet entfernen, damit sich der Schädling nicht weiter vermehren kann.

{title && {title} } red, {title && {title} } 07.09.2026, 20:59
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