Die anhaltende Trockenheit sorgt für eine angespannte Lage in der österreichischen Rinderwirtschaft. Weil Futter knapp wird, sind viele Landwirte gezwungen, ihre Weiderinder früher als geplant zu vermarkten. Dadurch stehen derzeit deutlich größere Mengen Rindfleisch auf dem österreichischen Markt zur Verfügung.
Die Rewe-Tochter Billa reagiert darauf und erhöht die Abnahmemengen von Rindfleisch um 20 Prozent. Betroffen sind Ja! Natürlich sowie Almo-"Fair zum Tier!"-Rindfleisch. Die Abnahme erfolgt zu fixen Preisen, die bereits im Rahmen langfristiger Partnerschaften mit den Produzenten und der Erzeugergemeinschaft ARGE Rind vereinbart wurden.
Dabei gilt das sogenannte Nose-to-Tail-Prinzip: Das gesamte Rind wird abgenommen, verwertet und in den Märkten angeboten – nicht nur die Edelteile. In den kommenden Wochen soll es deshalb in allen Billa- und Billa Plus-Märkten in Österreich einen Rindfleisch-Schwerpunkt mit unterschiedlichen Aktionen geben.
"Für viele Viehbetriebe hierzulande sind die derzeitigen Bedingungen alles andere als einfach. Wie stark die anhaltende Trockenheit und die knappe Futterversorgung die Betriebe belasten, ist uns bewusst", sagt Billa-Vorstandsvorsitzender Erich Szuchy.
"Solche Phasen lassen sich nur gemeinsam bewältigen – deshalb haben wir seitens Billa rasch reagiert und erhöhen unsere Abnahmemengen von Rindfleisch in Tierwohl-Qualität um 20 Prozent", so Szuchy. Damit schaffe man zusätzliche Absatzmöglichkeiten für österreichische Landwirte und trage zur Entlastung des Marktes bei.
Im Mittelpunkt stehen dabei Almo "Fair zum Tier!", Ja! Natürlich Weidegenussrind und Weidejungrind. "Als Lebensmittelhändler wissen wir, wie wertvoll Rindfleisch ist – und welche Sorgfalt und Verantwortung unsere Bauern Tag für Tag dafür aufbringen", sagt Simone Grossauer, Leiterin Einkauf Frischfleisch bei Billa.
Die Produkte sollen in den kommenden Wochen österreichweit verstärkt im Selbstbedienungsbereich und an den Bedientheken von Billa und Billa Plus erhältlich sein.
"Wenn das Futter knapp wird, bleibt vielen Bauern nichts anderes übrig, als ihre Rinder vorzeitig abzugeben", sagt ARGE-Rind-Geschäftsführer Werner Habermann. Solche Ausnahmesituationen ließen sich nur gemeinsam bewältigen, "mit Partnern, die auch dann verlässlich abnehmen, wenn es nötig ist".
Billa verweist zugleich auf sein Bekenntnis zur heimischen Landwirtschaft. Seit 2020 biete man ausschließlich Frischfleisch aus Österreich an.
Das gilt über alle Kategorien hinweg – von Rind, Kalb und Schwein über Hendl, Pute, Ente und Gans bis zu Wild und Lamm. In allen Billa-, Billa Plus- und Billa-Kaufleute-Märkten stammt das Frischfleisch demnach ausnahmslos von Tieren, die in Österreich geboren, aufgezogen und verarbeitet wurden.
Auch beim Tierwohl sieht der Händler eine starke Nachfrage: 50 Prozent des Verkaufsumsatzes im Frischfleischsegment entfallen inzwischen auf Tierwohl-Produkte.