Einmal aufgeschnitten, sorgt er bei so manchem für einen kurzen Schreck: Im Inneren der Knoblauchzehe leuchtet plötzlich ein grüner Kern. Wegwerfen? Oder kann die Zehe noch bedenkenlos auf dem Teller landen?
Die gute Nachricht: Der grüne Keim ist nicht giftig. Er zeigt vielmehr, dass der Knoblauch bereits zu keimen beginnt.
Je frischer der Knoblauch, desto kleiner ist der Keim im Inneren – manchmal ist er überhaupt nicht zu sehen. Beginnt die Zehe zu keimen, färbt sich der Kern grün und wird mit der Zeit deutlicher. Trotzdem muss die Knolle nicht gleich in den Müll. Auch ein deutlich ausgeprägter grüner Keim macht den Knoblauch grundsätzlich nicht ungenießbar. Wer allerdings auf den Geschmack Wert legt, sollte zum Messer greifen.
Der grüne Teil kann deutlich bitterer schmecken als das übrige Knoblauchfleisch. Deshalb empfiehlt es sich, den Keim längs herauszuschneiden, bevor die Zehe weiterverarbeitet wird. Damit lässt sich das intensive Aroma des Knoblauchs besser kontrollieren – vor allem bei Gerichten, in denen der Geschmack nicht von einer starken Bitternote überlagert werden soll.
Noch eindeutiger wird die Sache, wenn oben aus der Knoblauchzehe bereits ein grüner Trieb wächst: Auch dann ist der Knoblauch nicht automatisch verdorben.
Allerdings sollte man nicht zu lange warten. Je weiter der Trieb wächst, desto trockener kann das Innere der Zehe werden. Das macht sich vor allem beim Geschmack bemerkbar.
Schon beim Einkauf lässt sich verhindern, dass der Knoblauch allzu schnell keimt. Frische Knollen sind fest, haben keine sichtbaren Sprossen und eine trockene, papierartige Außenhaut. Zu Hause sollte Knoblauch trocken, kühl und dunkel gelagert werden. Als geeignete Möglichkeit wird ein spezieller Knoblauchtopf aus Keramik mit Deckel genannt.