Saisonales Fruchtgemüse

Diese Kürbisse sind jetzt reif – wann du ernten musst

Der Herbst ist da – und mit ihm die Kürbiszeit. Doch wann dürfen Hokkaido, Butternut & Co. eigentlich vom Beet? Worauf du dabei achten musst.
Heute Life
03.09.2026, 10:45
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Plötzlich liegen sie wieder überall: leuchtend orange Hokkaidos, elegante Butternuts und riesige Muskatkürbisse. Während im Supermarkt längst der Herbst eingezogen ist, stellt sich im eigenen Garten allerdings eine entscheidende Frage: Wann darf der Kürbis eigentlich von der Pflanze?

Sommerkürbisse machen den Anfang

Grundsätzlich wird zwischen Sommer- und Winterkürbissen unterschieden. Zu den frühen Vertretern gehören etwa Zucchini und Patisson. Sommerkürbisse werden meist jung geerntet. Wartest du zu lange, werden die Früchte größer, das Fruchtfleisch kann allerdings faseriger und die Kerne kräftiger werden. Zucchini beispielsweise schmecken besonders zart, solange sie noch vergleichsweise klein sind. Der Verband der Gartenbauvereine empfiehlt eine Ernte bei etwa 20 bis maximal 30 Zentimetern Länge.

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Patisson kann je nach Aussaat bereits ab Juni geerntet werden. Auch Rondini gehören zu den Sorten, bei denen kleinere, junge Exemplare gefragt sind. Der Spaghettikürbis braucht dagegen etwas länger. Seine Erntezeit beginnt meist im Spätsommer und kann sich bis in den Herbst ziehen.

Ab September haben Winterkürbisse Hochsaison

Wenn die Tage kürzer werden, beginnt die große Zeit der klassischen Lagerkürbisse. Viele Sorten werden ab September bis in den Oktober hinein erntereif. Der beliebte Hokkaido gehört ebenso dazu wie Butternut, Muskat- und Eichelkürbis. Auch zahlreiche Riesenkürbisse werden im Herbst geerntet. Je nach Sorte, Standort und Witterung können sich die Zeitpunkte allerdings verschieben. Deshalb solltest du dich nicht ausschließlich auf den Kalender verlassen.

So erkennst du einen reifen Kürbis

Vor allem bei Winterkürbissen gibt es mehrere Hinweise, die dir bei der Entscheidung helfen. Ein wichtiges Zeichen ist der Stiel: Bei erntereifen Lagerkürbissen sollte er hart, trocken und verholzt beziehungsweise verkorkt sein. Auch die Schale muss vollständig ausgehärtet sein. Lässt sie sich mit dem Fingernagel noch einfach verletzen, braucht die Frucht häufig noch Zeit.

Zusätzlich sollte der Kürbis seine sortentypische Farbe entwickelt haben. Beim klassischen Hokkaido ist das etwa das kräftige Orange. Auch der bekannte Klopftest kann einen zusätzlichen Hinweis liefern. Bei reifen Lagerkürbissen kann der Klang hell beziehungsweise hohl wirken – wichtiger sind allerdings eine harte Schale und der ausgereifte Stiel.

Vor dem ersten Frost muss geerntet werden

Allzu lange solltest du deine Kürbisse im Herbst trotzdem nicht liegen lassen. Spätestens bevor stärkerer Frost droht, müssen die Früchte ins Haus. Kürbispflanzen sind frostempfindlich. Beim Abschneiden solltest du außerdem einen ausreichend langen Stiel am Kürbis belassen. Verletzungen rund um den Stielansatz können Eintrittspforten für Fäulniserreger schaffen und damit die Lagerfähigkeit verkürzen.

Zu früh geerntet? Noch ist nichts verloren

Ist ein Winterkürbis versehentlich etwas früh von der Pflanze gekommen, kann er unter geeigneten Bedingungen noch nachreifen. Die Bayerische Gartenakademie lässt geerntete Kürbisse beispielsweise einige Wochen bei etwa 20 Grad liegen, damit die Schale weiter aushärten kann.

Dafür braucht der Kürbis vor allem einen warmen, trockenen und gut belüfteten Platz. Beschädigte Früchte solltest du allerdings lieber zeitnah verarbeiten statt lange einzulagern.

{title && {title} } red, {title && {title} } 03.09.2026, 10:45