Von Vater erstochen

Nach Bluttat an Mäderl (8) stellen sich alle eine Frage

Der Tod einer Achtjährigen erschüttert Kumberg. Ihr Vater steht unter Tatverdacht, während die Ermittler weiter nach dem Motiv für die Bluttat suchen.
André Wilding
19.08.2026, 09:08
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Während die Kripo weiter versucht, die Hintergründe der tödlichen Attacke auf eine Achtjährige zu klären, herrschen in Kumberg Trauer und Fassungslosigkeit. Viele Bewohner kannten die Familie zumindest vom Sehen oder begegneten ihr bei Veranstaltungen im Ort.

Dass das Mädchen ausgerechnet in seinem familiären Umfeld getötet worden sein soll, ist für viele kaum zu begreifen.

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Vater steht unter Tatverdacht

Nach den bisherigen Erkenntnissen soll der 37-jährige Vater seiner achtjährigen Tochter am Montagabend mehrere Stich- und Schnittverletzungen zugefügt haben. Das schwer verletzte Mädchen wurde noch in ein Grazer Krankenhaus gebracht. Dort starb die Achtjährige wenig später an ihren Verletzungen.

Die Polizei war zuvor von der Rettungsleitstelle verständigt worden. Als die Beamten bei dem Wohnhaus eintrafen, fanden sie den 37-Jährigen mit Schnittverletzungen an den Armen im Badezimmer.

Der Mann wurde medizinisch versorgt und anschließend festgenommen. Die Ermittler stellten zudem ein Küchenmesser als mutmaßliche Tatwaffe sicher. Für den 37-Jährigen gilt die Unschuldsvermutung.

Neun Personen lebten gemeinsam im Haus

In dem Wohnhaus nahe dem Ortszentrum lebten zwei Zwillingsbrüder mit ihren Familien. Insgesamt wohnten dort vier Erwachsene und fünf Kinder.

Zum Zeitpunkt der mutmaßlichen Tat hielten sich mehrere Angehörige im Gebäude auf. Auch die Mutter der Achtjährigen und ihre siebenjährige Schwester waren im Haus. Zudem lebte dort die Familie des Zwillingsbruders.

Was die einzelnen Familienmitglieder von den dramatischen Ereignissen mitbekommen haben, ist noch Gegenstand der Ermittlungen. Die Betroffenen werden psychologisch betreut.

"Wir sind alle in Schockstarre"

Auch im Ort sitzt der Schock tief. "Wir sind alle in Schockstarre", sagt Vizebürgermeisterin Alexandra Pirker gegenüber der "Kleinen Zeitung". Über mögliche Gründe für die Tat will sie nicht spekulieren. Ein Motiv ist bisher nicht bekannt.

Die Familie habe am Leben in der Gemeinde teilgenommen und sei vielen Bewohnern bekannt gewesen. Erst vor kurzer Zeit war sie demnach bei einem Fest dabei und tanzte dort mit.

Nachbar kann Tat nicht begreifen

Auch Nachbar Adolf Mondschein hatte immer wieder Kontakt zu den beiden Zwillingsbrüdern. Noch etwa eine Woche vor der Tat hatte er mit der Familie gesprochen, als diese gemeinsam zu einem Ausflug aufbrach.

Als in der Nacht zahlreiche Polizeifahrzeuge auftauchten, wusste er zunächst nicht, weshalb die Beamten angerückt waren.

"Ich hätte so etwas keinem der beiden Brüder zugetraut", sagt Mondschein gegenüber der "Kleinen Zeitung".

Die Kripo wertet nun Spuren und Aussagen aus und versucht, den Ablauf der Tat zu rekonstruieren. Die entscheidende Frage bleibt vorerst unbeantwortet: Warum musste die Achtjährige sterben?

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