Beim Aufschlagen eines Eies fällt es sofort auf: Der Dotter ist nicht immer gleich gefärbt. Die Palette reicht von hellem Blassgelb bis hin zu kräftigem Orange. Viele glauben, dass ein intensiverer Farbton auf ein gesünderes Ei hinweist – doch das stimmt so nicht.
Die Farbe des Eidotters hat einen simplen Grund: Sie hängt davon ab, was das Huhn gefressen hat. Genauer gesagt sind Carotinoide – natürliche Pflanzenfarbstoffe – dafür verantwortlich.
Wie Utopia.de erklärt, ist der Anteil dieser Farbstoffe im Futter entscheidend. Je mehr Carotinoide die Hühner aufnehmen, desto kräftiger wird der Dotter gefärbt. Mais etwa enthält besonders viel davon und sorgt für sattes Gelb bis Orange.
Ein weitverbreiteter Irrtum ist, dass dunklere Dotter automatisch von glücklicheren Freiland-Hühnern stammen. In Wahrheit ist oft das Gegenteil der Fall: Bio-Eier haben häufig einen helleren Dotter.
Das liegt daran, dass Bio-Hühner kein Futter mit künstlichen Farbstoffen bekommen. Sie fressen mehr Grünfutter, das weniger Carotinoide enthält als Mais. Ein heller Dotter ist also kein Zeichen für schlechtere Qualität.
Der Eidotter ist eigentlich eine einzelne große Eizelle. Wird das Ei befruchtet, wächst darin der Embryo heran. Bei Eiern für den Verzehr findet aber keine Befruchtung statt.
Ernährungsphysiologisch ist der Dotter besonders wertvoll: Er enthält Vitamine A, D, E und K, verschiedene B-Vitamine sowie Calcium, Phosphor und Eisen. An der Farbe ändert das nichts – ob hellgelb oder orange, die Nährstoffe bleiben gleich.