Streit nach Tod von Frau

"Wollen Sie zu Hause sterben oder im Spital?"

Erst wurde eine Entzündung vermutet, dann kam die tödliche Diagnose: Sabine starb an Bauchspeicheldrüsenkrebs. Ihr Mann kämpft nun um Gerechtigkeit.
Österreich Heute
27.08.2026, 15:13
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk

Tragischer Schicksalsschlag in Graz: Plötzlich wurden Sabine und Peter Muchitsch (77) aus ihrem Eheglück gerissen, als die Grazerin unerwartet die Schockdiagnose Bauchspeicheldrüsenkrebs erhielt.

Für die beiden war das unvorstellbar – Sabine litt zwar schon länger unter Schmerzen im Oberbauch, doch zahlreiche Untersuchungen bei ihrer Hausärztin hatten in der Vergangenheit auf eine bloße Entzündung hingewiesen.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Ehemann kämpft weiter

Für das Ehepaar war klar: Sie meinen, die behandelnde Ärztin hätte einen schweren Kunstfehler begangen und das Karzinom nicht früh genug diagnostiziert, es gilt die Unschuldsvermutung.

Sie zogen vor Gericht und holten sich Hilfe von Anwalt und Erbrechtsspezialist Hubert Niedermayer. Noch während der Prozess um rund 72.000 Euro Schmerzensgeld lief, verstarb Sabine im April 2024 in den Armen ihres Ehemannes Peter. Dieser kämpft nun gemeinsam mit Niedermayer weiter vor Gericht. Als Sabines Erbe hat er das Recht, in den laufenden Prozess einzutreten.

Krebs nicht erkannt

Betraut wurde Erbrechtsexperte Niedermayer mit dem Fall im September 2023. Der Vorwurf gegen die Ärztin: Sie hätte Sabines Krebs früher erkennen müssen, stattdessen soll die Ärztin eine mögliche Pankreatitis (Bauchspeicheldrüsenentzündung) diagnostiziert haben. Für das Gericht stellt sich nun die Frage: Hätte die Medizinerin die Ergebnisse ihrer Untersuchungen anders interpretieren müssen?

Schockdiagnose im Krankenhaus

Als die Schmerzen auch nach der vermeintlichen Diagnose nicht nachließen, nahmen Sabine und Peter eine Krankenhaus-Odyssee auf sich, um ein MR machen zu lassen. Kaum war der Befund da, ging es wieder zur Hausärztin. Deren Einschätzung: Es sei nichts Ernstes. Doch die Grazer ließen nicht locker und ließen den Befund im Spital gegenchecken. Dort folgte dann die Diagnose, die alles verändern sollte: Bauchspeicheldrüsenkrebs, Überlebenschancen gleich null.

"Im Spital haben sie sich meine Frau angeschaut und haben dann gesagt: 'Wollen Sie in die Palliativ raufgehen oder wollen Sie zu Hause sterben?'", erinnert sich Peter Muchitsch. Noch immer ist er wild entschlossen, herauszufinden, ob die Ärztin tatsächlich einen Fehler begangen hat. Wie die Geschichte der Familie endet, erfährt man am 20. September 2026 ab 21:15 Uhr auf Puls4 in der zweiten Staffel von "Erbstreit", eine Produktion von Ostfilm und Regisseurin Barbara Lupač.

{title && {title} } red, {title && {title} } 27.08.2026, 15:13
Weitere Storys