Sohn schildert Erfahrungen

Nach Fehldiagnose – Ärzte entfernen halben Kiefer

Folgenschwerer Fehler – weil die Ärzte Krebs diagnostizierten, wurde einer Kärntnerin der halbe Unterkiefer entfernt. Dann kam heraus: Fehldiagnose!
Österreich Heute
13.08.2026, 14:24
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Was als Check-up-Termin im Spital begann, endete für eine Kärntner Seniorin im Albtraum. Nachdem eine Zyste von zwei Zentimetern am Kiefer der Dame entfernt worden war, folgte eine routinemäßige Gewebeuntersuchung.

Die Ärzte des LKH Klagenfurt waren sich damals sicher: Die Betroffene leidet an einem aggressiven Tumor, sie habe nur noch sechs Monate zu leben. Eine lebensverändernde OP später stellte sich dann heraus, dass es sich um eine fatale Fehldiagnose gehandelt hatte.

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Schwere psychische Probleme

Von ihrem Sohn Peter wird die Betroffene als "so ein lebensfroher Mensch" beschrieben – zumindest vor dem Ärzte-faux-pas. "Die Fehldiagnose als solche hat meine Mutter als Menschen gebrochen", erzählt der Kärntner in der aktuellen Folge des Nachrichtenmagazins "Blickwechsel" von "ServusTV" betroffen. Ausgestrahlt wird diese am 13. August um 21:15 Uhr bei ServusTV und ServusTV On".

Sichtlich aufgebracht und um Worte ringend versucht er, die Situation seiner Mutter zu beschreiben. Die Tragweite des Erlebten könne man sich kaum vorstellen. "Auf einmal war sie ein Häufchen Elend."

Halber Unterkiefer entfernt

Nur kurze Zeit nach der vermeintlichen Krebsdiagnose präsentierten die Ärzte der Kärntnerin die Therapie: Der halbe Unterkiefer muss entfernt werden. Im Zuge einer sogenannten "Halsausräumung" wurden dann noch Lymphknoten, Muskeln und Gefäße entfernt.

Nach dem radikalen Eingriff dann der Schock: Nachdem das Gewebe erneut untersucht wurde, stellte sich heraus: Die Seniorin hatte keinen Krebs. Es handelte sich um ein gutartiges Plasmozytom, welches durch einen wesentlich kleineren Eingriff hätte entfernt werden können.

Massive Folgen

Auch die Justiz beschäftigt der Fall mittlerweile: 80.000 Euro Schadenersatz werden gefordert – immerhin folgten schwerwiegende Komplikationen. "Meine Mutter ist entstellt worden", bringt der Sohn der Seniorin die harte Wahrheit auf den Punkt. Bis zum Jahr 2025 musste sich die Kärntnerin mehreren stundenlangen Operationen unterziehen.

"Es ist ein Wunder, dass sie das überhaupt überlebt hat in diesem Alter", bewundert sie ihr Sohn. Doch die Eingriffe gingen nicht spurlos an der Frau vorüber. "Ihre Merkfähigkeit ist deutlich eingeschränkt, sie kann sich nicht mehr konzentrieren, sie ist ständig müde...", schildert er die bis heute weitreichenden körperlichen Folgen des OP-Dramas.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 13.08.2026, 15:33, 13.08.2026, 14:24