Für Nachtschwärmer in Villach ist es eine bittere Nachricht: Der V-Club und die V-Bowling-Arena schließen nach vielen Jahren endgültig ihre Tore. Am Mittwoch beantragte der Betreiber für die V-Club Gastro am Landesgericht Klagenfurt ein Insolvenzverfahren.
Das endgültige Aus hatte sich bereits in den vergangenen Tagen angedeutet. Beim Villacher Kirchtag gehörte der V-Club in den vergangenen Jahren fix zum Partyzelt am Kaiser-Josef-Platz. Heuer war das Lokal dort allerdings nicht mehr vertreten, das berichtet der ORF.
Direkt nach dem Kirchtag folgte die nächste Überraschung: Der V-Club ging in die ungewohnte Sommerpause. Nun steht fest, dass es kein Comeback mehr geben wird. Sowohl der V-Club als auch die V-Bowling-Arena bleiben dauerhaft geschlossen.
Als Grund für das Aus nennt Betreiber Rüdiger Kopeinig wirtschaftliche Probleme. Diese würden laut ihm nicht nur sein Unternehmen, sondern die gesamte Nachtgastronomie in Österreich betreffen.
Seit der Covid-Pandemie habe sich das Ausgehverhalten verändert, heißt es in einer Presseaussendung, die Kopeinig über seine Anwälte verschicken ließ. Die Gäste würden später kommen, früher gehen und weniger konsumieren.
Gleichzeitig seien die Betriebskosten gestiegen. Diese Entwicklungen hätten dem Betrieb wirtschaftlich zugesetzt.
Mit der Insolvenz endet eine lange Ära im Villacher Nachtleben. Der V-Club bestand 18 Jahre, die V-Bowling-Arena seit 17 Jahren.
In dieser Zeit kamen laut Betreiber insgesamt 1,2 Millionen Gäste. Im V-Club wurden 1.800 Partynächte gefeiert.
Nun ist endgültig Schluss: Beide Betriebe bleiben geschlossen.