Der Kürbis gehört zum Herbst wie Maroni und bunte Blätter – ob als Suppe, Ofengemüse oder Deko. Doch was viele nicht wissen: Unter bestimmten Umständen kann Kürbis sogar lebensgefährlich werden.
Ein gesunder Speisekürbis schmeckt mild bis leicht süßlich. Wenn er jedoch bitter schmeckt, ist Vorsicht geboten! Der Grund sind sogenannte Cucurbitacine – natürliche Bitterstoffe, die in Zierkürbissen vorkommen und durch Rückkreuzungen oder Samenmischungen auch in Speisekürbisse gelangen können. Diese Substanzen, die die Pflanze zu ihrem Schutz bildet, sind aus unseren kultivierten Kürbisgewächsen herausgezüchtet. Nur wenn die Kürbisse unter Stress stehen, zum Beispiel durch extreme Hitze, kann es passieren, dass die Bitterstoffe reaktiviert werden.
Diese Stoffe sind hochgiftig. Bereits kleine Mengen können zu Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Kreislaufproblemen führen. In besonders schweren Fällen wurde sogar über Lebensgefahr berichtet. Das Gift bleibt auch bei großer Hitze erhalten und wird nicht beim Kochen zerstört.
Gefährlich wird es vor allem dann, wenn Hobbygärtner ihre Kürbisse selbst ziehen und Samen aus dem Vorjahr verwenden. Durch Kreuzbestäubung mit Zierkürbissen können Bitterstoffe zurückkehren – auch wenn die Pflanze harmlos aussieht.
Experten warnen daher: Nur Kürbisse essen, die man sicher als Speisekürbis erkennt und die nicht bitter schmecken.
Also: Kürbis ist gesund, kalorienarm und vielseitig – aber nur, wenn er nicht bitter ist. Sobald ein ungewöhnlicher Geschmack auffällt, gilt: Finger weg! Lieber ein Exemplar mehr entsorgen als eine Vergiftung riskieren.