Hübsch, aber mit Vorsicht

Gefahr im Garten! Diese schönen Pflanzen sind giftig

Oleander, Eibe oder Maiglöckchen: Was den Garten verschönert, kann bei falschem Umgang schnell gefährlich werden.
Heute Life
25.08.2026, 12:01
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Sie blühen prächtig, schmücken Hecken und tragen leuchtende Beeren – doch manche Gartenlieblinge haben eine gefährliche Seite. Was zwischen Rosen und Gemüsebeet völlig harmlos aussieht, kann bei Berührung oder Verzehr gesundheitliche Probleme verursachen.

Diese Schönheiten haben es in sich

Zu den besonders problematischen Gartenpflanzen zählt der Blaue Eisenhut. Das beliebte Ziergewächs enthält hochgiftige Alkaloide; bereits der Kontakt mit Pflanzensaft sollte vermieden werden. Auch der Fingerhut ist kein harmloser Hingucker. Seine Digitalis-Glykoside wirken auf das Herz. Ähnlich vorsichtig sollte man mit Oleander und Maiglöckchen umgehen, die ebenfalls Substanzen enthalten, welche bei einer Vergiftung unter anderem gefährliche Herzrhythmusstörungen hervorrufen können.

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Beim Goldregen stecken giftige Alkaloide in sämtlichen Pflanzenteilen, besonders konzentriert sind sie in den Samen. Die Herbstzeitlose wiederum enthält Colchicin – eine schwere Vergiftung kann lebensbedrohlich werden.

Bei der Eibe lockt ausgerechnet das Rot

Die Eibe gehört zu den Klassikern in heimischen Gärten und Parks. Fast alle Teile enthalten giftige Taxine. Eine Besonderheit bildet der auffällig rote Samenmantel selbst – der darin liegende Samen ist jedoch giftig und darf nicht gegessen werden.

Ebenfalls hochgiftig sind die Tollkirsche, die Engelstrompete und der Wunderbaum. Letzterer bildet Samen, in denen Ricin enthalten ist. Das Gift kann bereits in winzigen Mengen schwere Vergiftungen verursachen. Auch Christrose, Buchsbaum, Lebensbaum und Seidelbast enthalten problematische Inhaltsstoffe. Beim Seidelbast sind vor allem Rinde und Beeren gefährlich.

Auch diese Gartenklassiker sind nicht harmlos

Nicht jede giftige Pflanze führt gleich zu einer lebensbedrohlichen Vergiftung. Trotzdem ist Vorsicht angebracht. Dazu gehören etwa Liguster, Kirschlorbeer, Lupinen, Efeu und Pfaffenhütchen. Besonders die auffälligen Früchte können zum Problem werden. Werden sie gegessen, sind unter anderem Übelkeit, Erbrechen und andere Magen-Darm-Beschwerden möglich.

Auch Stechpalme, Feuerdorn, Mahonie und verschiedene Cotoneaster-Arten können problematische Inhaltsstoffe besitzen. Entscheidend sind immer Pflanzenart, aufgenommene Menge und die betroffene Person.

Diese Pflanze wird erst mit Sonne gefährlich

Eine Sonderstellung nimmt der Riesenbärenklau ein: Seine Gefahr entsteht nicht primär durch Verschlucken. Der Pflanzensaft enthält sogenannte Furocumarine. Gelangen diese auf die Haut und trifft anschließend Sonnenlicht darauf, können schwere phototoxische Hautreaktionen mit Rötungen und Blasen entstehen. Die Pflanze sollte daher nicht mit bloßen Händen angefasst werden.

Auch bei Wolfsmilchgewächsen ist Hautkontakt mit dem austretenden Milchsaft zu vermeiden. Dieser kann Haut, Augen und Schleimhäute stark reizen.

Im Ernstfall nicht selbst experimentieren

Besteht der Verdacht, dass Teile einer giftigen Pflanze gegessen wurden, sollte rasch professionelle medizinische Hilfe eingeholt werden. Bei deutlichen oder schweren Symptomen ist der Rettungsdienst die richtige Anlaufstelle. Wichtig: Nicht eigenmächtig Erbrechen auslösen und keine vermeintlichen Hausmittel verabreichen. Wenn möglich, sollte ein Foto oder ein Teil der betreffenden Pflanze zur Identifikation aufbewahrt werden.

Denn so schön manche Gewächse aussehen: Wer weiß, was im eigenen Garten wächst, kann ihre Blüten genießen – ohne ihre Risiken zu unterschätzen.

{title && {title} } red, {title && {title} } 25.08.2026, 12:01
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