Kaum steht das Fenster offen oder das Essen auf dem Balkontisch, beginnt das nervige Summen. Gerade im Sommer scheinen Fliegen jede Gelegenheit zu nutzen, um sich in Wohnung und Küche breitzumachen. Doch statt gleich zur Chemiekeule zu greifen, kannst du es auch mit Unterstützung aus dem Blumentopf versuchen.
Denn einige Pflanzen verströmen intensive Duftstoffe, die auf bestimmte Insekten abschreckend wirken können. Praktischer Nebeneffekt: Viele davon sehen hübsch aus, liefern Kräuter für die Küche oder bieten Bienen und anderen Bestäubern Nahrung.
Ein einzelner Blumentopf wird eine Fliegenplage zwar nicht vollständig verhindern. Strategisch an Fenstern, Türen oder auf dem Balkon platziert, können stark duftende Pflanzen aber dabei helfen, die ungebetenen Besucher weniger attraktiv zu empfangen. Besonders praktisch: Viele der natürlichen Fliegengegner gedeihen problemlos im Topf. So kannst du sie genau dort platzieren, wo das Summen am meisten nervt.
Was für uns frisch und angenehm riecht, kann Fliegen ordentlich stören. Minze enthält ätherische Öle wie Menthol, deren intensiver Duft auf verschiedene Insekten abschreckend wirken kann. Ein Topf auf der Fensterbank oder neben der Balkontür ist daher nicht nur praktisch für Tee, Drinks und Küche. Er kann gleichzeitig eine duftende Barriere bilden. Im Topf bleibt die stark wachsende Minze zudem besser unter Kontrolle.
Auch der Küchenklassiker kann mehr, als Pasta und Salate zu verfeinern. Der kräftige Geruch von Basilikum ist bei Fliegen und Mücken wenig beliebt. Besonders sinnvoll ist die Pflanze deshalb direkt am Küchenfenster. Dort steht das Kraut griffbereit fürs Kochen und kann gleichzeitig dazu beitragen, Insekten fernzuhalten.
Lavendel bringt Farbe auf den Balkon und verströmt einen unverwechselbaren Duft. Während dieser für viele Menschen angenehm ist, meiden manche Fliegen und Gelsen seine intensiven ätherischen Öle. Gleichzeitig sind die Blüten für Bienen und andere Bestäuber interessant. Getrocknete Lavendelblüten lassen sich ebenfalls nutzen, etwa in kleinen Schalen oder Duftsäckchen.
Nicht nur Katzen können mit dieser Pflanze etwas anfangen. Katzenminze enthält Nepetalacton – einen Stoff, der auf verschiedene Insekten abschreckend wirkt.
Die Pflanze gilt außerdem als vergleichsweise unkompliziert, lässt sich gut im Kübel ziehen und sorgt mit ihren meist violetten Blüten für zusätzliche Farbe. Katzenbesitzer müssen allerdings damit rechnen, dass ihr tierischer Mitbewohner ebenfalls großes Interesse zeigt.
Auch Rosmarin kann zur duftenden Abwehrtruppe gehören. Sein kräftiges, würzig-harziges Aroma ist für die Küche hervorragend, für manche Insekten dagegen weniger einladend. Im Topf hat Rosmarin einen entscheidenden Vorteil: Du kannst ihn flexibel dorthin stellen, wo gerade besonders viele Fliegen auftauchen – etwa neben den Esstisch auf der Terrasse oder an eine sonnige Balkontür.
Bei ihr ist der Name Programm. Duftgeranien wurden wegen ihrer ausgeprägten Aromen gezüchtet und können je nach Sorte beispielsweise nach Zitrone, Rose, Apfel oder Minze riechen.
Zu den verantwortlichen Duftstoffen gehört Geraniol. Solche intensiven Pflanzenstoffe können Insekten irritieren beziehungsweise abschrecken. Gleichzeitig macht sich die Duftgeranie als dekorative Balkonpflanze ziemlich gut.
Zum Schluss wird es besonders farbenfroh: Ringelblumen bringen mit ihren kräftigen gelben und orangefarbenen Blüten ordentlich Sommerstimmung ins Beet oder in den Balkonkasten. Auch ihr charakteristischer Geruch kann für Fliegen wenig attraktiv sein. Dazu ist die Ringelblume vielseitig verwendbar und vor allem als traditionelle Heil- und Nutzpflanze bekannt.
Wer die Pflanzen als natürliche Unterstützung gegen Fliegen einsetzen möchte, sollte sie möglichst dort aufstellen, wo die Insekten ins Haus gelangen – also an Fenstern, Balkon- und Terrassentüren.
Ein vollständiger Ersatz für Fliegengitter oder andere Maßnahmen sind die Pflanzen bei starkem Befall allerdings nicht. Dafür haben sie einen entscheidenden Vorteil: Sie duften, blühen oder landen sogar in der Küche. Und wenn dadurch im Sommer auch noch ein paar Fliegen draußen bleiben, hat sich der Platz auf der Fensterbank gleich doppelt gelohnt.