Gipfel in Montenegro

Stocker zu Balkan-Erweiterung: "In unserem Interesse"

Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) drängt auf eine rasche EU-Erweiterung am Balkan. Er hoffe auf einen baldigen Abschluss der Verhandlungen.
Newsdesk Heute
06.06.2026, 17:20
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In Montenegro fand am Freitag der sogenannte Westbalkan-Gipfel statt. Dabei habe die EU den Beitrittskandidaten rasche Vorteile im Erweiterungsprozess in Aussicht gestellt und das noch, bevor sie vollwertige Mitglieder werden. Als Beispiele wurden die Aufnahme in den EU-Roaming-Raum und ein Beobachterstatus bei den EU-Gremien genannt. Schon im Jahr 2028 soll Montenegro als erstes Balkan-Land in die EU aufgenommen werden.

Mit dabei war auch Österreichs Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP). Den geplanten Beitritt von Montenegro in nicht einmal ganz zwei Jahren bezeichnete er als machbar. Zudem sei der Kanzler überzeugt, dass Serbien weiter Unterstützung erhalten soll.

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Einfluss von Russland spürbar

Das Treffen im Küstenort Tivat bezeichnete Stocker als "wichtig", weil spürbar gewesen sei, dass sich wenig geändert habe. Man sehe, dass man geopolitisch in einer Situation sei, wo der Westbalkan "für uns immer wichtiger wird", so Stocker im "Ö1-Morgenjournal". Der Kanzler hoffe, dass die Verhandlungen bald erfolgreich abgeschlossen werden.

Ihm zufolge würde man auch am Balkan den Einfluss anderer Mächte spüren, insbesondere jenen von Russland. Wenn man diesen Ländern den Einfluss überlassen würde, könnte dies negative Auswirkungen auf die eigene Sicherheit haben, warnte Stocker. Daher sei die graduelle Integration entscheidend. Hier hob der Kanzler die Roaming-Gebühren hervor, die Teil dieser graduellen Integration wären. Dieser Weg könne "ein erfolgreicher sein". Zu weiteren Vorteilen für die Beitrittskandidaten wollte sich der Kanzler nicht näher äußern.

Stocker: Es liegt an Serbien

Angesprochen auf Serbien, welches von den Ländern am weitesten hinterherhinken würde, meinte der Kanzler, dass das Land genau wissen würde, was es erfüllen müsse, damit "Cluster drei" geöffnet werden könnte. Man wäre immer dafür gewesen, das zu tun. Nun müsse man die anderen Staaten mitnehmen, so Stocker. Die Bedingungen dazu könne Serbien "rasch" erfüllen, dennoch würde es jetzt an ihnen liegen.

Die Skepsis in der österreichischen Bevölkerung, was eine EU-Erweiterung am Balkan angeht, möchte Stocker mit Aufklärung begegnen. Er betonte, dass dies "in unserem Interesse" sei. Österreich habe hier Wirtschaftsbeziehungen, aber auch Migrationsrouten würden über den Balkan verlaufen. Daher wäre es wichtig, dort Partner in der EU zu haben.

{title && {title} } red, {title && {title} } 06.06.2026, 17:20
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