Im Vorjahr starteten erste Pläne, eine Art europäische Handy-Union herzustellen. Die EU-Kommission unter Präsidentin Ursula von der Leyen wollte zunächst die Ukraine in den EU-Roaming-Raum aufnehmen, EU-Ministerin Claudia Bauer forderte auch die Aufnahme von sechs Balkan-Ländern– "Heute" berichtete. Dazu gibt es jetzt gute Nachrichten.
Mittlerweile ist die Ukraine sowie die Republik Moldau Teil des EU-Roamings, am Donnerstag gab der EU-Rat grünes Licht für den Start von Verhandlungen, den EU-Roamingraum auf den Westbalkan auszuweiten. Damit rückt ein Anliegen näher, für das sich Österreich seit Langem einsetzt: Telefonieren, SMS schreiben und Surfen sollen zwischen der EU und den Staaten des Westbalkans künftig einfacher und günstiger werden.
Konkret handelt es sich um die Länder Bosnien-Herzegowina, Serbien, Montenegro, Nordmazedonien, Albanien sowie den Kosovo.
Gerade für viele Menschen in Österreich sind die Roaming-Gebühren ein Thema mit direktem Alltagsbezug – sei es wegen Familie in der Region, Reisen, Studium, Arbeit oder wirtschaftlicher Kontakte.
Die geplante Ausweitung sei nicht nur ein technischer Schritt, sondern ein konkreter Beitrag dazu, Europa im Alltag spürbarer zu machen und die Menschen am Westbalkan enger an die EU heranzuführen, heißt es aus dem Büro von EU-Ministerin Claudia Bauer (ÖVP).
„Wer im Urlaub, beim Studium oder auf Geschäftsreise unterwegs ist, soll sich keine Sorgen mehr über teure Handyrechnungen machen müssen. Österreich hat dafür jahrelang gekämpft – heute machen wir einen entscheidenden Schritt hin zu grenzenloser Konnektivität in Europa.“Claudia BauerEU-Ministerin
Dass die Verhandlungen für ein Ende der Roamingkosten zwischen der EU und dem Westbalkan jetzt starten können, sei eine großartige Nachricht für Millionen Menschen, so Bauer abschließend.