Nächstes EU-Mitglied?

Meinl-Reisinger will in Island "Europe greater" machen

Im Juni sollen die Verhandlungen mit der Ukraine und Moldau starten, im August stimmt schließlich Island über einen EU-Beitritt ab.
Newsdesk Heute
05.06.2026, 17:07
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Die Annexionspläne von Donald Trump Grönland betreffend gingen im nahegelegenen Island nicht spurlos vorbei. Trotz seiner nur 400.000 Einwohner ist die Insel strategisch von enormer Bedeutung. Als schließlich auch Trumps neuer Island-Botschafter davon träumte, das Land zum 52. Bundesstaat zu machen, reichte es der Regierung.

Am 29. August wird die Bevölkerung darüber abstimmen, ob die Beitrittsverhandlungen mit der EU wieder aufgenommen werden sollen. 2013 wurden diese abgebrochen, nachdem man sich im Hinblick auf Fischereirechte nicht einig wurde. Jetzt wird die Arktis strategisch aber von immer größerer Bedeutung.

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Im Vorfeld dieses Referendums machte Österreichs Außenministerin Beate Meinl-Reisinger Halt in Reykjavík – geografisch praktisch gelegen am Rückweg von New York, wo Österreich fulminant in den Sicherheitsrat der UN gewählt wurde.

"Make Europe greater"

In Island traf sie jedenfalls ihre Amtskollegin Außenministerin Þorgerður Katrín Gunnarsdóttir, die Premierministerin Kristrún Frostadóttir, die Präsidentin Halla Tómasdóttir sowie Parlamentspräsidentin Þórunn Sveinbjarnardóttir zu Arbeitsgesprächen.

"Unsere Verantwortung ist: Make Europe greater. Dafür wäre Island als EU-Mitglied ein Gewinn. Es würde Europa geostrategisch handlungsfähiger machen, unsere Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft stärken. Bei globalen Zukunftstechnologien, Freiheitsenergien und KI ist Island Partner und Vorbild", macht Meinl-Reisinger kein Geheimnis aus ihrer Meinung.

"War eine Erfolgsgeschichte"

Island verfügt zudem über große Expertise im Bereich der erneuerbaren Energien, besonders in der Geothermie. Nahezu der gesamte Strom- und Wärmebedarf des Landes wird aus erneuerbaren Quellen gedeckt – ein Modell, das international als Referenz gilt. Österreich und Island verbindet ein gemeinsames Bekenntnis zu Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Beide Länder sehen in der Energiekooperation ein zentrales Feld der bilateralen Zusammenarbeit.

Österreich sei vor dem EU-Beitritt in einer ähnlichen Situation wie Island heute gewesen: ein EWR-Mitglied mit Zugang zum Binnenmarkt, aber ohne volle Mitbestimmung. Es gab damals auch kritische Stimmen. "Heute wissen wir: Der EU-Beitritt war eine Erfolgsgeschichte. Unsere Wirtschaft ist gewachsen, drei Viertel unseres Außenhandels finden innerhalb der EU statt, und wir haben an Stabilität und Handlungsspielraum gewonnen. Vor allem aber gilt: Kleine Staaten sind in der EU nicht schwächer, sondern besser geschützt."

{title && {title} } red, {title && {title} } 05.06.2026, 17:07
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