Kein Handschlag für Frauen?

FPÖ-Wut über SPÖ-Ministerin nach Islam-Anfrage

Die Beantwortung bzw. Nichtbeantwortung einer parlamentarischen Anfrage von SPÖ-Ministerin Holzleitner sorgt für Aufregung bei der FPÖ.
Newsdesk Heute
05.06.2026, 11:32
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Seitens der FPÖ ist man über die Reaktion von Frauenministerin Eva-Maria Holzleitner (SPÖ) auf eine parlamentarische Anfrage empört. Die Freiheitlichen sprachen von einem "Bärendienst für Frauenrechte". Doch was war genau passiert?

Auslöser des nunmehrigen Eklats war der geplante Neubau einer Moschee in Freistadt durch den Verein Austria Linz Islamische Föderation (ALIF). Bei einer diesbezüglichen Informationsveranstaltung am 27. März habe ein Vertreter des Vereins gemeint, dass die nachhaltige Weigerung von Männern, Frauen die Hand zu schütteln, in ihrer Religion begründet und somit im Sinne der Religionsfreiheit hinzunehmen sei.

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Zwei Fragen nicht beantwortet

Aus diesem Grund hatte der FPÖ-Nationalratsabgeordnete Harald Schuh eine schriftliche Anfrage an die Ministerin gerichtet.

Konkret wollte der Blaue von Holzleitner wissen:

  • Welche Maßnahmen setzen Sie als Frauenministerin, wenn staatlich anerkannte Religionsgemeinschaften aus religiösen Gründen für Männer den Handschlag mit weiblichen Personen verweigern? Welche Maßnahmen haben Sie diesbezüglich bereits gesetzt?
  • Ist die Weigerung von Männern, aus religiösen Gründen einer Frau die Hand zu geben, von der Religionsfreiheit gedeckt oder wird diese von der gesetzlichen Vorgabe der Gleichberechtigung überlagert?
  • Akzeptieren Sie es als Frauenministerin, wenn Ihnen jemand rein aus religiösen Gründen aufgrund Ihres Geschlechts den Handschlag verweigert?
  • Welche Maßnahmen werden Sie als Frauenministerin setzen, da die islamischkulturellen Gepflogenheiten die Errungenschaften rund um Frauenrechte und Gleichberechtigung in Österreich massiv konterkarieren? (Bitte um Aufschlüsselung nach Maßnahme und Zeitpunkt der Umsetzung)

Während die Frauenministerin zu den Punkten eins und vier eine umfangreiche Liste mit entsprechenden Maßnahmen übermittelte, blieb sie bei den anderen Punkten eine Antwort schuldig. Der Grund: Laut Holzleitner seien diese Fragen "nicht vom parlamentarischen Interpellationsrecht umfasst".

Blaues Unverständnis

Diese Reaktion löste bei den Freiheitlichen Unverständnis aus. "Dass sich die Frauenministerin vor einer inhaltlichen Beantwortung drückt, zeugt von Mutlosigkeit und einer fragwürdigen Prioritätensetzung der SPÖ", meinte Schuh.

Ihm zufolge dürfen die "über Jahrzehnte mühsam erworbenen Rechte für Frauen" nicht aufgrund von religiösen Ansichten untergraben werden. Zudem sei es für den FPÖ-Politiker nicht nachvollziehbar, "wie jemand grundlegende Gepflogenheiten seiner Wahlheimat Österreich ablehnen und gleichzeitig von Integrationswillen sprechen kann".

{title && {title} } red, {title && {title} } 05.06.2026, 11:32
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