"Nulltoleranz" bei Extremismus

Terrorgefahr! Kanzler holte Experten nach Österreich

Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) hat sich mit internationalen Antiterrorismus-Experten getroffen. Der Erfahrungsaustausch stand im Mittelpunkt.
Newsdesk Heute
04.06.2026, 11:30
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In Österreich gilt nach wie vor die Terrorwarnstufe 4 von 5 – also die zweithöchste Warnstufe. Dies wurde seitens der Behörden mit der angespannten Sicherheitslage in Europa begründet. Auch die aktuelle Lage im Nahen Osten und die Gefahr vor islamistischen Anschlägen würden dabei eine Rolle spielen.

Aus diesem Anlass hat Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) am Mittwochabend 13 nationale und internationale Expertinnen und Experten aus dem Bereich der Extremismus- und Terrorismusforschung zu einem Arbeitsgespräch empfangen.

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Darum ging es

Unter ihnen waren auch fachkundige Personen vom Kings College London und der Universität Nizza. Demnach stand der Erfahrungs- und Informationsaustausch im Mittelpunkt der Gespräche.

Ziel sei es, "gefährdende Entwicklungen früh zu erkennen und wirksame Maßnahmen zur Prävention und Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus zu fördern", hieß es aus dem Kanzleramt.

Hierzu besprach Stocker mit den Experten aktuelle Trends, Strukturen und Taktiken von Extremisten. Des Weiteren wurden mögliche zukünftige Entwicklungen im Bereich Extremismus und Terrorismus sowie deren Auswirkungen auf Österreich und Europa debattiert.

Stocker: Null Toleranz

Stocker betonte, dass Extremismus und Terrorismus keine Landesgrenzen kennen würden. Es brauche "einen engen internationalen Austausch und belastbare wissenschaftliche Erkenntnisse", um dieser Gefahr wirksam begegnen zu können. Hier sei der Dialog zwischen Forschung, Sicherheitsbehörden und Politik "eine wesentliche Grundlage".

So könnten extremistische Entwicklungen frühzeitig erkannt und die richtigen Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung gesetzt werden. "Die Sicherheit der Menschen in Österreich hat oberste Priorität. Deshalb ist mir der Austausch mit nationalen und internationalen Expertinnen und Experten ein großes Anliegen", so der Kanzler. Des Weiteren bekräftige Stocker, dass es in Österreich eine "Nulltoleranz gegenüber jeder Form von Extremismus gibt".

Zusammenarbeit wichtiger denn je

Auch Colin Clarke vom Soufan Center in New York betonte, dass transatlantische Zusammenarbeit bei der Terrorismusbekämpfung heute wichtiger denn je sei. Demnach würde die Bandbreite der Bedrohungen weiter zunehmen.

"Nur eine nachhaltige Zusammenarbeit im Sicherheitsbereich und der Austausch von Erkenntnissen können dazu beitragen, der Bedrohung durch Terroristen und gewalttätige Extremisten entgegenzuwirken", so der Experte. Laut Clarke würden die Täter vor allem neue Technologien nutzen, um "Anschläge zu planen und durchzuführen".

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