Totzauer gegen Zierhut-Kunz

Im Streit um ORF-Chefsessel fliegen jetzt die Fetzen

Im Rennen um die ORF-Generaldirektion geraten Lisa Totzauer und Kathrin Zierhut-Kunz öffentlich aneinander. Auch Ingrid Thurnher zeigt sich irritiert.
Newsdesk Heute
05.06.2026, 14:22
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Im Zuge der Wahl zur neuen ORF-Generaldirektion steht für den Sender und dessen Belegschaft viel auf dem Spiel.

Besonders ins Rampenlicht rückten dabei die beiden Kandidatinnen Lisa Totzauer, Chefin des ORF-TV-Magazins, und Kathrin Zierhut-Kunz, kaufmännische Geschäftsführerin von ORF III.

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Die beiden trugen bei öffentlichen Debatten ihren Konflikt überraschend offen aus.

Totzauer kritisierte ORF III im Rahmen einer Diskussion bei Puls 4 wiederholt wegen Produktionskostenzuschüssen und stellte die Glaubwürdigkeit des Senders infrage. Sie erklärte, wer dem Unternehmen schade, habe „ausgedient“.

Wie der "Kurier" nun berichtet, zeigt sich Noch-ORF-Chefin Ingrid Thurnher über diese Auseinandersetzungen ebenso irritiert wie einige Mitglieder des Stiftungsrates.

Sie soll beiden Kandidatinnen wegen ihrer Auftritte eine deutliche Rüge ausgesprochen haben.

Zitate und gegenseitige Vorwürfe

Zierhut-Kunz verteidigte sich tags darauf bei oe24 mit den Worten: „100.000 Prozent ordnungsgemäß und rechtmäßig“ sei die Abwicklung der Produktionen seit ihrem Amtsantritt verlaufen.

Sie sprach von „Diskreditierung, weil man bei mir scheinbar nichts anderes findet“ und richtete an Totzauer: „Mit dem Rechtemanagement des ORF, mit dem hast du ja weniger zu tun […] Schuster, bleib bei deinen Leisten.“

Auch die Zukunft der beiden Kandidatinnen steht auf dem Spiel. In mehreren Konzepten für die Neuausrichtung des ORF wird ORF III als Beispiel für Doppelstrukturen genannt, die abgeschafft werden sollten.

Ebenso wird die Position einer eigenen Magazin-Chefredaktion zunehmend hinterfragt, zumal auch Sendungen wie der „Report“ mit Schwierigkeiten zu kämpfen haben.

{title && {title} } red, {title && {title} } 05.06.2026, 14:22
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