Wer wird Generaldirektor?

Nun fix! ORF-Chefin Thurnher sagt Kandidatur ab

Die interimistische ORF-Chefin Ingrid Thurnher wird nicht als Kandidatin für eine künftige Amtszeit als Generaldirektorin antreten.
Michael Rauhofer-Redl
28.05.2026, 09:08
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"Es geht nicht um mich. Es geht um den ORF". Mit diesen Worten gibt die interimistische Leiterin des ORF, Ingrid Thurnher, bekannt, nicht für eine weitere Amtszeit zu kandidieren. Diese Entscheidung sei ihr nicht leichtgefallen, gibt sie zu Protokoll.

Aber sie ermögliche, das umzusetzen, was sie zu Beginn ihrer Tätigkeit versprochen habe. Thurnher streicht hervor, dass sie Verantwortung übernommen habe für die Aufarbeitung der Vorfälle im ORF und dafür, dass "die richtigen Weichen gestellt werden".

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Nicht-Antritt für Thurnher "großer Vorteil"

"Absolute Unabhängigkeit" sei jetzt die Voraussetzung für ihr Vorhaben. Diese ermögliche es ihr, "das zu tun, was Voraussetzung für den Neustart des ORF ist".

Die Entscheidung, nicht für das höchste Amt im Sender zu kandidieren, bringe Thurnher "gewisse Freiheiten". Sie müsse nun "nicht taktieren" und "nicht tun, was opportun" ist. Insgesamt sei für sie "ein großer Vorteil".

Der ORF will sich beim Auswahlverfahren streng an das Europäische Medienfreiheitsgesetz halten. Ab Montag wird eine Findungskommission – sie setzt sich aus den umstrittenen Partei-Freundeskreisen zusammen – die Bewerbungen sichten. Am 8. Juni sollen die Favoriten zu einem öffentlichen Hearing geladen werden. Die Entscheidung fällt schließlich am 11. Juni im Stiftungsrat.

Als aussichtsreiche Kandidaten gelten APA-Chef Clemens Pig und Medienmanager Markus Breitenecker.

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