Eine parlamentarische Serienanfrage der Freiheitlichen zu den Kosten der Ministerkabinette im ersten Quartal 2026 fördert brisante Zahlen zutage. So kostete uns die Regierung aus 21 Ministern beziehungsweise Staatssekretären von Jänner bis März insgesamt 10,82 Millionen Euro – also 3,6 Millionen im Monat.
Die Antworten der einzelnen Ressorts bringen teils erstaunliche Summen für die tägliche Regierungsarbeit ans Licht. Demnach flossen für das Kabinett von Neos-Außenministerin Beate Meinl-Reisinger in den ersten drei Monaten knapp eine halbe Million Euro Steuergeld (exakt 497.951 Euro). Dabei entfielen 360.000 Euro auf die Kabinettsleitung sowie Referentinnen und Referenten. Weitere knapp 138.000 Euro gingen für Assistenz- und Sekretariatsarbeiten fürs Kabinett drauf.
Auffällig: Zusätzlich zu ihrem Kabinett leistet sich Meinl-Reisinger ein eigenes Sonderbüro, genannt Koordinierungsstelle. Unter Leitung des ehemaligen Neos-Klubdirektors Armin Hübner, der noch Referenten und einen Büroapparat unter sich hat, wird hier die pinke Regierungsarbeit koordiniert.
Für dieses Sonderbüro im Außenministerium fielen im ersten Quartal laut der Anfragebeantwortung insgesamt 194.295 Euro an.
Inklusive ihrer Koordinierungsstelle summieren sich die Quartalskosten der Außenministerin also auf stolze 692.000 Euro.
Bei den Koalitionspartnern ÖVP und SPÖ erledigen die Koordinierungsaufgaben übrigens die Staatssekretäre Alexander Pröll und Michaela Schmidt mit. In Meinl-Reisingers Ressort ist zwar mit Sepp Schellhorn ebenfalls ein Staatssekretär angesiedelt – dieser dürfte aber für die Koordinierungsarbeit keine Kapazitäten frei haben. Für Schellhorns Staatssekretariat wurden im Außenministerium von Jänner bis März 2026 Gesamt-Personalkosten in Höhe von 260.806 Euro verbucht.
Summiert man die Kosten für Meinl-Reisingers Kabinett, ihr Sonderbüro und ihren Staatssekretär, ergibt sich ein Betrag von insgesamt gut 950.000 Euro für die ersten drei Monate des Jahres 2026 ...
"Diese Regierung leistet nichts und gönnt sich einen fürstlichen Hofstaat, der seinesgleichen sucht", empört sich FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz über die in Beantwortung seiner Anfrage übermittelten Kostenaufstellungen.