Über 25.000 Einbürgerungen

"Tickende Zeitbombe" – Kickl tobt über Neo-Österreicher

FPÖ-Chef Herbert Kickl sieht die Identität Österreichs gefährdet. Grund dafür sind die Einbürgerungen aus der Flüchtlingswelle von 2015.
Newsdesk Heute
27.05.2026, 15:38
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Im Vorjahr erhielten über 25.000 Menschen den österreichischen Pass – ein Höchststand seit dem Jahr 2006. Grund dafür ist zum einen die Reform des Gesetzes, wonach Nachfahren von Vertriebenen durch das NS-Regime die österreichische Staatsbürgerschaft erhalten dürfen. Doch auch die Flüchtlingswelle von 2015 machte sich hier bereits bemerkbar.

Zur Erinnerung: Nach einem zehnjährigen, ununterbrochenen und regulären Aufenthalt in Österreich dürfen Personen einen Antrag auf den Pass stellen. Dies führte nun zu Aufregung bei FPÖ-Chef Herbert Kickl. Er sieht darin eine "tickende Zeitbombe und fundamentale Bedrohung für die Identität und Zukunft" Österreichs.

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Kickl warnt vor "Staatsbürgerschafts-Tsunami"

Für den Freiheitlichen würden die Einbürgerungen einen "Staatsbürgerschafts-Tsunami" darstellen, mit dem die Regierung versuchen würde, einen "Rechtsbruch" aus dem Jahr 2015 zu legalisieren. Kickl sprach von Illegalen, die damals illegal ins Land gekommen seien und nun die Staatsbürgerschaft erhalten würden.

Ihm zufolge würde dies einen "Verrat an den Österreichern" bedeuten. Die Verantwortung liege laut dem FPÖ-Chef bei der Bundesregierung und ihren Vorgängern. Demnach habe man zehn Jahre lang geschlafen. Dass die FPÖ in diesem Zeitraum zumindest vom 18. Dezember 2017 bis zum 28. Mai 2019 selbst in Regierungsverantwortung war, sparte Kickl in seiner Aussendung jedoch aus.

Brisante Forderung

Vielmehr holte der FPÖ-Frontmann dann noch zum Angriff gegen die ÖVP aus. Vor allem die Volkspartei würde versuchen, den Landeshauptleuten "den schwarzen Peter" zuzuschieben. Diese würden nun zu "Vollstreckern dieser verfehlten Wiener Willkommenspolitik gemacht werden", so Kickl.

Dann ließ der Freiheitliche noch mit einer brisanten Forderung aufhorchen: Ginge es nach dem FPÖ-Chef, solle kein Asylwerber zu einem österreichischen Staatsbürger werden können. Laut Kickl sei Asyl nämlich nur als "Schutz auf Zeit" zu verstehen. Zudem pochte Kickl auf eine Verschärfung der Gesetze. So soll die Wartefrist für Einbürgerungen auf mindestens 15 Jahre angehoben werden.

{title && {title} } red, {title && {title} } 27.05.2026, 15:38
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