Auf Verlangen der Freiheitlichen hin musste Vizekanzler Andreas Babler (SP) im Zuge einer Serienanfrage nun die Kosten in seinem Ressort für externe Verträge offenlegen. Generalsekretär Michael Schnedlitz durchleuchtete das erste Quartal 2026.
"Heute" liegen nun die Ausgaben des Bundesministeriums für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport vor, das von Andreas Babler geführt wird. Den Abrechnungen zufolge flossen von Jänner bis März 128.976 Euro. Die genannten Verträge wurden ohne Ausschreibung vergeben.
Der größte Brocken ging für die "Begleitung des Auswahlverfahrens für die wissenschaftliche und wirtschaftliche Geschäftsführung der Österreichischen Galerie Belvedere" drauf – dies schlug mit über 58.000 Euro zu Buche. Auch für die Neubesetzungen im MUMOK und MAK flossen jeweils knapp 20.000 Euro an eine Personalagentur.
Vizekanzler Babler begründet die Zubuchung externer Berater wie folgt: "Gerade im Hinblick auf spezifische Themenkomplexe kann es vorkommen, dass es mangels vorhandener Eigenexpertise notwendig ist, externe Expert:innen heranzuziehen."
Darüber hinaus sei es zur "bestmöglichen Bearbeitung von Aufgaben in bestimmten Bereichen erforderlich, ein Thema zusätzlich auch aus dem Blickwinkel von Außenstehenden oder Betroffenen beleuchten zu lassen", so Babler in seiner Anfragebeantwortung.
„Diese Regierung ist auch moralisch rücktrittsreif!“Michael SchnedlitzGeneralsekretär (FPÖ)
FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz ist entsetzt: "Wer von den Pensionisten, Familien und Arbeitern nimmt und gleichzeitig das Geld für Berater hinauswirft, ist einfach nur letztklassig. Diese Regierung ist auch moralisch rücktrittsreif!"
Die restlichen Ressorts lassen sich mit der Beantwortung der blauen Anfrage offenbar bis zum letztmöglichen Termin Zeit, die Spesenabrechnungen sind bisher noch nicht abgegeben worden.